Ruth Wasinger bringt Mädchen bei den Dreieichhörnchen die Imkerei näher

Welch süßer Zeitvertreib

+
Was summt denn da? Ruth Wasinger (links) gibt ihre Erfahrung in der Imkerei in einem Kurs weiter, der seit dem Frühjahr bei den Dreieichhörnchen läuft. Die Teilnehmerinnen sind mit großer Freude dabei.

Dreieich - Die Schönheit der Natur und deren Nutzen vermittelt Ruth Wasinger sechs Mädchen bei den Dreieichhörnchen. Die Imkerin, die Mitglied im Bienenzuchtverein Dreieich ist, hat auf dem Gelände der Kinder- und Jugendfarm am Reuterpfad zwei Völker stehen und bietet einen Bienenkurs an.

„Ich finde es wichtig, dass solches Wissen an Kinder weitergegeben wird, weil die Bienen nicht nur hochinteressant, sondern auch sehr wichtig für die Menschen sind“, schildert die 65-Jährige ihre Intention. „Es geht mir auch darum, den Kindern die Liebe zur Natur und die Achtung davor beizubringen.“ Die Königinnen für die beiden Völker stammen von ihren Völkern zuhause. „Ich habe einen Teil der Bienen herausgenommen und die ziehen sich dann eine neue Königin.“ Außerdem schenkte Förster Dieter Hanke den Teilnehmern ein weiteres Volk. Im Frühjahr ist das Bienenprojekt bei den Dreieichhörnchen angelaufen, bis November soll es dauern. „Wir haben damit begonnen, dass wir Bienenbeuten und Bienenhäuser angemalt haben“, erzählt Ruth Wasinger. „Bei jedem Treffen erzähle ich den Kindern etwas Bestimmtes über die Bienen.“ Und jedes Mal gibt es etwas zu trinken und zu essen, was mit Honig zu tun hat.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht natürlich in der Beobachtung der Insekten. „Wir haben auch ein Beet eingesät mit Pflanzen, die die Bienen mögen. Und damit dieses Beet geschützt ist, haben wir auch eine Vogelscheuche gebaut.“ In diesem Jahr gibt es allerdings noch keinen Dreieichhörnchen-Honig. „Wenn die Völker den Winter überstehen, dann haben wir sehr wahrscheinlich im nächsten Jahr Honig.“ Dann wird Wasinger den Kindern zeigen, wie das Schleudern funktioniert.

Die Imkerei betreibt sie seit gut fünf Jahren. „Ich bin durch Zufall zu dem Hobby gekommen“, erzählt Wasinger. Ein Bienenschwarm hatte sich in ihrem Garten niedergelassen. Sie rief Hilfe. „Artur Michelmann kam vorbei, holte den Schwarm ab und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, Imkerin zu werden“, erzählt die Dreieicherin. Hatte sie. Deshalb schaute sie mal beim Bienenzuchtverein vorbei, und so kam eins zum anderen. Nun macht sie Feld-, Land- und Wiesenhonig. Wie alle Bienenvölker sind auch die Bienen bei den Dreieichhörnchen von der Varroamilbe befallen. „Es gibt kein Volk, das den Parasiten nicht hat und wir müssen sie, wie alle anderen Imker auch, mehrmals im Jahr behandeln“, schildert Wasinger.

Mann mit 45 Kilo schwerem Bienenschwarm bedeckt

Lene und Lola sind zwei der sechs Mädchen, die sich an dem Projekt beteiligen. „Wir finden Tiere interessant“, erklären die beiden Siebenjährigen ihre Motivation zum Mitmachen. Und natürlich mögen die beiden Honig. „Wir haben vorher auch nicht gewusst, wie Bienen sehen“, sagt Lene. „Wir schauen bei den Tieren, gucken, ob es der Königin gut geht. Dann essen wir alle zusammen Kuchen“, erzählt Lola, die wie Lene noch nie gestochen worden ist. es

Kommentare