Spurenstoffbeseitigung in der Kläranlage

CDU sorgt sich um die Kosten

Egelsbach/Langen - Rückstände aus Körperpflege- und Reinigungsmitteln, vor allem aber Wirkstoffe aus Arzneimitteln im Wasserkreislauf stehen im Verdacht, bei Fischen und Fröschen biologische Veränderungen hervorzurufen. Von Markus Schaible 

Auch Risiken für Menschen schließen Wissenschaftler nicht aus. Der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen hat deshalb eine Vorreiterrolle übernommen und testet derzeit in einem vom Regierungspräsidium geförderten Forschungsvorhaben, wie derartige Rückstände in der Kläranlage herausgefiltert werden können.

Die CDU Egelsbach sieht das aber überaus skeptisch. Mehr als die Gefahr für die Gesundheit scheint sie die Sorge um die Geldbeutel der Bürger umzutreiben. Deshalb hat die Unionsfraktion einen Antrag für die Gemeindevertretung erarbeitet, um dieses Pilotprojekt in Bezug auf die Kosten kritisch zu hinterfragen.

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Hellhörig geworden ist die CDU, als Bürgermeister Jürgen Sieling (SPD) in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter über das Forschungsprojekt zur Spurenstoffbeseitigung berichtete. „Durch Europa- und Bundesgesetzgebung stehen in diesem Bereich mittelfristig für alle Kläranlagenbetreiber hohe Investitionen an“, hatte der Verwaltungschef erklärt.

„Es ist zu befürchten, dass deshalb die Abwassergebühren steigen“, heißt es in der Begründung des CDU-Antrags. Mit diesem sollen die Kommunalpolitiker die Vertreter der Gemeinde im Vorstand und in der Gesellschafterversammlung des Abwasserverbands auffordern, einen umfangreichen, kritischen Fragenkatalog zu beantworten. Diskutiert werden soll über dieses Ansinnen in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag, 7. Juli; abgestimmt wird in der Gemeindevertretung am 14. Juli. (ble)

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