Klammernschnitzerbrunnenfest vom 17. bis 19. Juni aus

Festtage im Zeichen des Sängerjubiläums

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In Reih’ und Glied zogen die musikalischen Turner anno 1924 auf, wie die historische Aufnahme des damaligen Spielmannszugs belegt. Die heutige Generation geht’s durchaus lockerer an; das Bild links entstand beim Brunnenfest 2015.

Egelsbach - 140 Jahre sind kein Alter – getreu dieser Devise präsentiert sich die Abteilung Spielmanns- und Musikzug/Blasorchester der Sportgemeinschaft im Jubiläumsjahr. Von Holger Borchard 

Den besonderen Geburtstag „140 Jahre Turnermusik in Egelsbach“ feiern die Musikanten bei mehreren Gelegenheiten, den Höhepunkt freilich bescheren sie den Egelsbachern in knapp zwei Wochen. Als Gastgeber des Klammernschnitzerbrunnenfests bitten sie von Freitag, 17. , bis Sonntag, 19. Juni, zum Feiern in den Ortskern, diesmal eben ganz im Zeichen der selbstgemachten Musik und unter Beteiligung befreundeter Ensembles. Während des Festes kann obendrein im benachbarten Arresthaus die Ausstellung „140 Jahre Turnermusik“ besichtigt werden.

140 Jahre Turnermusik, das ist ein seltenes Jubiläum, nicht nur im näheren Umkreis. Der Spielmanns- und Musikzug der SGE zählt nach dem Spielmanns- und Fanfarenzug des TSV Klein-Auheim, der zwei Jahre älter ist, zu den ältesten musikalischen Gemeinschaften innerhalb des hessischen Turnverbands. „Aus einer so langen Vereinsgeschichte gibt es Vieles zu berichten“, weiß Vorsitzender Wolfgang Schroth, der mit Stellvertreter Werner Polster und Dirigent Markus Petri die Geschicke der Abteilung leitet. „Es gab Angenehmes und weniger Angenehmes, Gutes und weniger Gutes, Höhen und Tiefen; von großem Beifall bei musikalischen Auftritten über kritische Auseinandersetzungen innerhalb der Gemeinschaft bis hin zum Erliegen des Spielmannswesens und der Auflösung.“ Eine Konstante jedoch habe die Egelsbacher Musikantengemeinschaft durch ihre wechselvolle Geschichte hindurch stets ausgezeichnet, resümiert Schroth: „Nämlich Menschen, die mit viel Energie, Idealismus und Verantwortungsbewusstsein nicht nur in Glanzzeiten mit Freude ihre Freizeit der Musik widmeten, sondern auch aus schwierigsten Situationen die Gemeinschaft wieder nach oben führten.“

Was das Ensemble der Gegenwart Mitte Januar mit dem Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche eingeläutet hat, soll ab 17. Juni open air und bei hoffentlich schönem Wetter seinen Höhepunkt finden: Das Klammernschnitzerbrunnenfest auf dem Kirchplatz beginnt wie üblich freitagabends; die offizielle Eröffnung inklusive Bieranstich ist auf 19 Uhr terminiert. Musikalisch umrahmt wird der Auftakt vom Musikzug aus Leeheim. Verbindendes Element: SGE-Dirigent Markus Petri, leitet das Leeheimer Ensemble ebenfalls. Zum „Schwofen, Feiern und Mitsingen“ laden ab 20.30 Uhr alte Bekannte ein – Die Zwoo.

Der Samstagnachmittag wird ganz im Zeichen der Jugendblasorchester stehen. Verschiedene Gruppen werden zeigen, was schon nach wenigen Jahren gemeinsamen Musizierens möglich ist, los geht’s gegen 15 Uhr. „Es wäre schön, wenn viele Besucher diese Gelegenheit nutzen, um die jungen Talente durch ihren Besuch zu motivieren“, wünschen sich Petri und Schroth. Auch am Samstagabend flankiert Musik das gemütliche Beisammensein; ab circa 20 Uhr wird Danny Haag für Stimmung sorgen. Den Sonntag läutet traditionell der Gottesdienst in der evangelischen Kirche ein, der um 10 Uhr beginnt. Anschließend ist Zeit für einen ausgiebigen Frühschoppen, zu dem diesmal die Aktiven des Musikvereins Offenthal aufspielen werden.

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