CDU regt Einführung eines Vierbeiner-Badetags ab 2017 an

Freibad soll so richtig auf den Hund kommen

Egelsbach - Was den Menschen recht ist, dürfte ihren vierbeinigen Begleitern nur billig sein. Und eine gute Idee zu kopieren, die andere ausgeheckt haben, war noch nie eine Schande. Von Holger Borchard 

Ausgehend von dieser Warte, präsentiert die Egelsbacher CDU einen Vorschlag, der ab der kommenden Saison womöglich noch eine paar zusätzliche Taler in die chronisch defizitäre Freibadkasse spülen könnte: „Warum nicht nach Abschluss der Saison 2017 im Egelsbacher Freibad einen Badetag für Hunde veranstalten?“, regt die Union an. Schade eigentlich, dass die Idee nicht schon früher auf den Tisch gekommen ist, für dieses Jahr jedenfalls kommt sie zu spät. Andere Kommunen haben mit Badetagen für Bello & Co. durchaus gute Erfahrungen gemacht. So etwa Hanau, wo am morgigen Sonntag von 10 bis 18 Uhr die Becken des Heinrich-Fischer-Bads ganz auf bellende Gäste ausgerichtet sind. Nach der gelungenen Premiere 2015 mit knapp 500 Hunden und deren Begleitern rechnen die Veranstalter für morgen trotz Regenrisikos mit mindestens ebenso vielen Besuchern. Der Eintrittspreis liegt übrigens bei 2,20 Euro – der Kindertarif der Hanauer Bäder.

Was die anderen vormachen, kann Egelsbach doch auch, meinen CDU-Fraktionschef Thomas Irmler und Kollegen. „Gerade in den sozialen Netzwerken bewerben sich diese Badetage nahezu von selbst und sorgen für gute Resonanz und zusätzliche Einnahmen.“ Zwar seien keine Reichtümer zu erwarten, doch jeder Schritt in Richtung Einnahmeverbesserung sei trotzdem ein guter. „In Egelsbach gibt es mehrere hundert Hundebesitzer, von denen möglicherweise ein großer Teil einen solchen Hundebadetag begrüßen würde“, so Irmler. Und weil man offizielle Hundebadestrände erst in reichlicher Entfernung – beispielsweise in Oppenheim und Launsbach – vorfinde, könne man getrost davon ausgehen, schwanzwedelnde Kundschaft aus der ganzen Region nach Egelsbach zu locken.

Bilder: Hundebadetag im Lindenau-Freibad

Bürgermeister Jürgen Sieling steht dem Ansinnen durchaus aufgeschlossen gegenüber – „sofern sich Katzenbesitzer davon nicht diskriminiert fühlen ...“ Zu klären ist der technische Aufwand (der Chlorgehalt sollte gen Null gefahren sein). Abgesehen davon wäre die Teilnahme am Badetag wohl mit einigen wenigen Pflichten für Hundehalter verbunden: Sie müssten nachweisen, dass ihre Tiere geimpft sind, klar ist auch, dass Hundekot in entsprechende Beutel gehört. Und: Vierbeiner, die Artgenossen attackieren, wären ebenso unerwünscht wie läufige Hündinnen – diese Regelungen zumindest greifen am Sonntag beim Hanauer Vorbild.

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