1. Startseite
  2. Region
  3. Egelsbach

Umdenken und neuer Umgang

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Egelsbach - Wie stehen die Parteien zur Zukunft des Flugplatzes? Vor allem: Wie stehen sie zu den Fragen, die die Bürger im Zusammenhang mit dem größten Verkehrslandeplatz der Bundesrepublik umtreiben? Von Holger Borchard

Das wollte die Egelsbacher Fluglärm-Abwehrgemeinschaft Flag-E im Vorfeld der Kommunalwahl von den kandidierenden Parteien in Egelsbach und Langen wissen. Am Dienstagabend stellten die Fluglärmgegner im Bürgerhaus die Auswertung des Mitte Januar versandten Katalogs mit 15 Fragen vor.

Lesen dazu auch den Kommentar von Holger Borchard:

Das Ende der roten Köpfe

und:

Weiter rote Zahlen am Flugplatz

Erheblich bemerkenswerter als die – schon rein formal recht unterschiedlichen und sowieso per Zeitungsartikel nicht adäquat darstellbaren – Antworten der Politiker war die Atmosphäre, in der die schlapp 50-minütige Präsentation vor etwa 90 Zuhörern über die Bühne ging: Aufregung? Vorwürfe? Hitzige Wortwechsel? Komplett Fehlanzeige. Vielmehr entfaltete das elegante und sachlich-neutrale Vorgehen der BI „wohltuende“ Stimmung. Sie übertrug sich aufs Publikum, in dem auch die Spitzenvertreter aller Egelsbacher Parteien (außer der CDU) saßen.

Während in Egelsbach alle fünf angeschriebenen Parteien antworteten, taten dies in Langen nur drei der fünf angeschriebenen: SPD, Grüne und FDP. Von CDU und Freien Wählern kam nichts. „Wir wollen nicht kommentieren, schon gar nicht polemisieren und auch den Parteien kein Podium bieten“, leitete Flag-E-Vorsitzender Günther de las Heras die Präsentation ein. „Wir bieten einfach nur einen ,Service’ für die Bürger, der Basis für vertiefende Gespräche sein kann.“

Weil die BI jeden der 15 abgefragten Themenblöcke mit einer simpel mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantwortenden Frage beendet hatte, beschränkte sich ihre Darstellung der Antworten auch nur auf „Ja“, „Nein“ oder „Nicht eindeutig erkennbar“. Letzteres traf durchgängig für die CDU Egelsbach zu, die ihre Position grundsätzlich dargelegt hatte. Die insofern etwas dröge Darstellung unterfütterte der BI-Arbeitskreis um Juristin Tanja Richter, indem er alle Schreiben im Foyer des Bürgerhauses aushängte. Zudem sind sie auf der Vereins-Homepage (www.flag-egelsbach.de) sowie jenen der Parteien nachlesbar.

„Wir können das nicht detailliert wiedergeben – lesen Sie es nach“, empfahl Richter den Zuhörern. „In jedem Fall gilt: Die Parteien werden sich an ihren Aussagen messen lassen müssen und es ist ein deutliches Umdenken gegenüber dem Frühjahr 2009 erkennbar.“ Das führte die BI exemplarisch an der „Königsfrage“ vor Augen: „Sind Sie für den Erhalt der kommunalen Anteile an der HFG?“ In Egelsbach antworteten Grüne, SPD und Wahlgemeinschaft mit „Ja“, während die Aussagen von CDU und FDP als „nicht eindeutig erkennbar“ kategorisiert wurden. In Langen antworteten die Grünen mit „Ja“, Sozialdemokraten und FDP dagegen mit „Nein“.

Auch interessant

Kommentare