Georg Heim im Alter von 88 Jahren verstorben

Die Stimme der SGE ist verstummt

Egelsbach - Georg Heim war einer, auf den man sich verlassen konnte. Einer, wie ihn sich jeder Verein wünscht. Für die SG Egelsbach ist Georg („Schorsch“) Heim viele Jahrzehnte unverzichtbar gewesen.

Nach längerer Krankheit ist die „Stimme der SGE“ im Alter von 88 Jahren verstummt. Der langjährige stellvertretende Vorsitzende des Vereins hinterlässt Frau, Tochter, Schwiegersohn und zwei Enkel. Kann man einen Langener als Urgestein des Egelsbacher Sports bezeichnen? Aber klar, befand der damalige SGE-Vorsitzende Edgar Karg bei einer Feier zum 75. Geburtstag von Georg Heim. Ins Nachbardorf hatte es ihn der Liebe wegen gezogen. 1955 heiratete der gelernte Maschinenschlosser seine Erika, ein Elschbächer Mädchen, und zog mit ihr Tochter Martina groß. Sie wurde eine der erfolgreichsten Egelsbacher Sportlerin – wie auch Schwiegersohn Stefan Bareuther.

Heim spielte Fußball bei der SGE und Handball bei der SSG Langen. Die Liebe zum Fußball hat ihn über die Grenzen von Egelsbach und Langen hinaus als „Stimme der SGE“ bekannt gemacht. In der ruhmreichen Zeit der SGE-Kicker fungierte er von 1977 bis 1994 als Stadionsprecher. Seinen Höhepunkt in dieser Rolle erlebte Heim im Oktober 1980. Damals kommentierte er gemeinsam mit einem Reporter des Hessischen Rundfunks vor 5 500 Zuschauern am Berliner Platz das Pokalspiel gegen den damaligen Erstligisten 1. FC Kaiserslautern. Die Roten Teufel behielten mit 3:1 die Oberhand.

Der Fußball brachte ihm nebenberuflich auch ein kleines Zubrot. Viele Jahre schrieb Heim Artikel – unter anderem für die Sportredaktion der Langener Zeitung. Er engagierte sich aber nicht nur für den Sport. Von 1972 bis 1985 saß Heim als Gemeindevertreter für die SPD im Rathaus. Die Ehrenämter brachten ihm etliche Auszeichnungen ein, zum Beispiel den Ehrenbrief des Landes Hessen. In Gesprächen erlebte man ihn als ruhig und kompetent, aber auch hart in der Sache, wenn er von etwas überzeugt war. Nicht nur seine Familie und die SGE werden den „Schorsch“ vermissen. fm

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