Kurz vor den Ferien legen sich Schüler mächtig ins Zeug

Stephan-Gruber-Schule: Projekte auch gegen Albträume

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Zurecht stolz auf die Ergebnisse: die Teilnehmer des Projekts Indianerschmuck.

Eppertshausen - Kurz vor den Ferien gab die Stephan-Gruber-Schule mit einer Projektwoche noch mal richtig Gas. Zur Präsentation der Ergebnisse am Freitagnachmittag kamen viele Eltern, Freunde und Bekannte. Von Michael Just 

Der Traumfänger ist ein Kultobjekt der Indianer, das den Schlaf verbessern soll. Schlechte Träume sollen im Netz hängen bleiben und später von der Sonne aufgelöst werden. Wenn daran etwas Wahres ist, dürften einige Kinder in Eppertshausen demnächst besonders gut schlafen. Zumindest jene, die bei der jüngsten Projektwoche der Stephan-Gruber-Schule das Angebot „Indianerschmuck“ wählten. Mit Michaela Welsch, Christina Holzmann und Susanne Ries boten das drei Mütter an. „Ich habe das vor längerer Zeit mal im Urlaub im mittleren Westen der USA gesehen“, berichtet Michaela Welsch über ihre Inspiration. Wie sie weiß, werden Traumfänger in der Regel noch mit heiligen Gegenständen, wie beispielsweise Amuletten, kombiniert. Im Projekt des Elterntrios brauchte es das aber nicht, da die netzartigen Schlafverbesserer als Ohrringe und als Zierde von Halsketten etwas kleiner ausfielen. Auch Armbänder, mit Holzperlen bestückt, gehörten zum Programm. Im Fall der Armbänder wurde sogar „recycelt“: Für sie bekamen alte Ledergürtel eine neue Bestimmung.

Die Projektwoche stand unter dem Motto „Eppertshausen rund um die Welt“. Jahrgangsübergreifend waren rund 20 Möglichkeiten zum Einwählen gegeben. Mit dem DRK und dem Tischtennisclub beteiligten sich auch zwei lokale Vereine. Die Woche war so angelegt, dass es möglich war, jeden Tag ein anderes Projekt kennenzulernen. Im Vorfeld ließen sich dafür zehn bis 15 Wunschprojekte ankreuzen. Das Gros machten Bastel- und Kreativangebote aus, dazu nahm der Sport einen Schwerpunkt ein. Im Sportzentrum hieß es „Olympische Spiele“, in der Mehrzweckhalle entstand eine phantasievolle Bewegungs-Landschaft. Auf Wunsch bot der Tischtennisclub eine Einführung nur für Mädchen.

Beim Basteln stach, neben den Holz- und Tonarbeiten, das Nagel-Tischfußball hervor. Hier muss der Ball vorbei an Nägeln, die die Gegenspieler darstellen, ins Tor bugsiert werden. Auch „Regenmacher“ wurden kreiert, womit die Ureinwohner Amerikas eine zweite Würdigung erfuhren. Am Freitag fand die große Abschluss-Präsentation im Schulhof statt. Dass die Veranstaltung mit den Eltern und Bekannten als kleines Fest daherkam, versteht sich von selbst.

Klassisch und modern: Die besten Spick-Methoden

Ihren Indianerschmuck-Kurs boten Michaela Welsch, Christina Holzmann und Susanne Ries an zwei Tagen. Mit insgesamt 28 Kindern erfuhren die drei Mamas einen sehr guten Zuspruch. Mit relativ einfachen Mitteln (für die Traumfänger wurden Gardinenringe mit Baumwoll- und Satinbänder umwickelt und mit Federn geschmückt) traten tolle Ergebnisse zutage. Schon bei der letzten Projektwoche war Michaela Welsch dabei: Damals nähte die 44-Jährige Filztaschen mit den Schülern.

Für Melanie Winkler aus der dritten Klasse ist bereits klar, wo sie ihren neuen Indianerschmuck erstmals aufträgt: Den bevorstehenden Sommerurlaub sieht die Neunjährige als die beste aller Gelegenheiten.

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