Neues Konzept für das Baugebiet „Am Abteiwald“

„Bubenstall“ wird geöffnet

Eppertshausen - Eine Sackgasse – wie von Anwohnern gewünscht – bleibt die Straße „Im Bubenstall“ nicht. In ihrer jüngsten Sitzung stimmte die Gemeindevertretung für ein neues Konzept des Baugebiets „Am Abteiwald“. Von Katrin Muhl

Der „Bubenstall“ wird Durchgangsstraße. Unter dem Akronym „BEGIDA“ hatten sich im Januar 2015 „Bubenstaller Eppertshäuser gegen internen Duchgangs-Autoverkehr“ zusammengeschlossen. Aus Angst vor hohem Verkehrsaufkommen forderten sie, die Sperrung der Straße „Im Bubenstall“ in die Planungen des Baugebiets „Am Abteiwald“ einzubeziehen. Dem folgend wurde durch die Verwaltung Version acht des städtebaulichen Konzepts für die neue Siedlung entwickelt. Nach den Ausschussitzungen im August und September diesen Jahres wurden nun als Ergebnis der Beratungen über die beiden Versionen fünf und acht die optimierten Versionen neun und zehn erarbeitet und bei der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend vorgelegt. Weder Version neun noch Version zehn sehen eine straßenbau- und verkehrstechnische Sperrung der Straße „Im Bubenstall“ mittels Poller vor, weshalb die jetzige Wendeanlage nicht mehr notwendig ist. In Version neun ist die Anbindung des „Bubenstalls“ als Ringverbindung zur Waldstraße für PKW, Radler und Fußgänger vorgesehen, wobei sechs neue Wohnbaugrundstücke an die Verkehrsanlage angeschlossen werden sollen.

Die Christdemokraten stimmten für Version zehn ab und erreichten mit ihrer Mehrheit deren Beschluss. Darin heißt es, die Anbindung der Straße „Im Bubenstall“ werde als Verbindung in das neue Baugebiet mit einer nach Südost versetzten Straßenführung für Pkw, Fußgänger und Fahrradfahrer ausgebildet. Dagegen ist eine Durchfahrt für Kraftfahrzeuge innerhalb des Baugebietes in Ost-/Westrichtung und umgekehrt nicht möglich. Dafür sorgen Poller, die im Kreuzungsbereich der neuen Erschließungsstraße mit dem Fuß- und Radweg aufgestellt werden. Wenn’s brennt und für andere Notfälle können die Poller entfernt werden. Dann können Feuerwehr und Rettungskräfte die Durchfahrt mit ihren Einsatzwagen problemlos passieren.

Die SPD überzeugte das nicht. Sie stellte einen Antrag, wieder zur Version fünf – ohne Poller im Kreuzungsbereich der neuen Erschließungsstraße – zurückzukehren. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Nun geht Version zehn an das beauftragte Planungsbüro aus Groß-Zimmern. Dieses soll auch prüfen, welche Ausgleichsflächen für den Naturschutz nötig sein werden. Denn die Baumaßnahmen „Am Abteiwald“ greifen in den Lebensraum geschüzter Arten ein.

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