Ahmadiyya-Gemeinde spendet Kitas und Schule viel Geld

Charity-Walk als Zeichen der Mitgestaltung

+
Am Sportzentrum in Eppertshausen riefen die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde zur Teilnahme am zweiten Charity-Walk auf.

Eppertshausen - „Die Ahmadiyya-Gemeinde ist in Eppertshausen angekommen!“ Das Lob von Bürgermeister Carsten Helfmann am Wochenende zum zweiten Charity-Walk der muslimischen Gemeinde sagte viel über deren Wille zur Integration aus. Von Michael Just 

So waren die Mitglieder, deren Wurzeln im pakistanisch-indischen Raum liegen, auch bei der jüngsten Müllsammelaktion mit von der Partie. Beim Pflanzen neuer Bäumchen in der Gemeinde traten sie ebenfalls positiv in Erscheinung. Rund 220 Mitglieder gehören der Ahmadiyya-Gemeinde in Münster und Eppertshausen derzeit an. Am Sportzentrum fand nun zum zweiten Mal der Wohltätigkeitslauf der Ahmadiyyas statt. Das Startgeld betrug sieben Euro für Erwachsene und fünf für Kinder. Wie im vergangenen Jahr war der Gesamterlös zu weiten Teilen für die Eppertshäuser Kindergärten und Schulen bestimmt. Freuen durften sich die katholische Kita St. Sebastian, die Kita Sonnenschein sowie die Stephan-Gruber- und die Mira-Lobe-Schule. Ein weiterer Teil ging an Humanity First Deutschland, eine karitative Untereinrichtung der Ahmadiyya-Gemeinde.

Die maximale Laufdistanz betrug vier Kilometer, für Kinder die Hälfte. Wer wollte, konnte auch weniger absolvieren. Als Strecke war ursprünglich die Bahn im Sportzentrum vorgesehen. Wegen eines Fußballspiels musste die Veranstaltung aber auf den Hartplatz des FVE verlegt werden. Mit Flatterband wurde die Strecke markiert. Auffallend war die vortreffliche Organisation: Für die Läufer gab es Bananen und Apfelstücke, dazu wurde Tee oder Kaffee gereicht. Im Anschluss war ein Essen mit Hähnchengeschnetzeltem frei. Geschenke gab es für jene Starter, die die Gesamtdistanz schafften. Auf einer eigens aufgestellten kleinen Bühne wurden die Schecks an die Einrichtungsvertreter der Schulen und Kindergärten überreicht. Neben Pfarrer Harald Christian Röper und Bürgermeister Carsten Helfmann waren das die Schulleiterinnen Jutta Meier und Marion Lehr.

Bait-ul-Wahid Moschee eröffnet: Bilder

In diesem Jahr setzten die verschiedenen Ahmadiyya-Gemeinden in Deutschland bereits über 50 Sponsorenläufe um. „Damit möchten wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Zusätzlich dienen die Walks als Zeichen für die aktive Mitgestaltung der hiesigen Gesellschaft durch Menschen mit Migrationshintergrund“, so der Eppertshäuser Ansprechpartner Rafiq Ahmad Butt. Bürgermeister Carsten Helfmann und erster Beigeordneter Lutz Murmann schnürten ebenfalls die Laufschuhe. Mit 44 Anmeldungen (davon 15 Kinder) lag die Zahl etwas unter der vom letzten Jahr mit 60 Teilnehmern. Dafür war der Gesamterlös mit insgesamt 3 750 Euro höher als 2015. Mit Hilfe von Sponsoren durfte sich jede Eppertshäuser Einrichtung über 750 Euro freuen.

Kommentare