Verkehrsknotenpunkt lahmgelegt

Leck in Gasleitung: Explosionsgefahr

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Die große Kreuzung von Hauptstraße, Urberacher Straße und Nieder-Röder-Straße nebst dem darüber verlaufenden Bahnübergang musste wegen des Gaslecks über eine Stunde komplett für jeden Verkehr gesperrt werden.

Eppertshausen - Ein Baggerfahrer sorgte heute um 11.40 Uhr für einen Großeinsatz der Feuerwehren aus Münster und Eppertshausen und für die Komplettsperrung des Verkehrs rund um den Kreuzungsbereich von Hauptstraße, Urberacher Straße und Ober-Röder-Straße. Von Thomas Meier

Bis 12.55 Uhr ging hier für den Autoverkehr nichts, auch der Zugverkehr wurde für diesen Zeitraum eingestellt. Grund: Bei Erdarbeiten auf einer kleinen Grünfläche am Rande des Gewerbegebietes Eppertshausen wurde eine unterirdisch verlegte Gasleitung getroffen. „Der Baggerfahrer bemerkte das Malheur wohl umgehend“, sagt Kreisbrandinspektor Ralph Stühling, der den Einsatz der knapp zwei Dutzend Feuerwehrleute koordinierte. Einmal zischte das leck geschlagene Rohr weithin hörbar. Noch viel stärker indes machte sich der Gestank um die Unfallstelle herum bemerkbar. Der Geruch fauler Eier zog durch den Ort.

Es herrschte akute Explosionsgefahr, und so galt es für die Wehr, einen großen Umkreis um den Gasausbruch herum abzusperren. Kein leichtes Unterfangen, lag das Leck doch direkt an zentraler Kreuzung gleich mehrerer Hauptstraßen und der Bahnlinie. Eilends wurde auch noch eine Wasserwand errichtet, die ein Abdriften eventuellen Feuers auf den Kreuzungsbereich verhindern sollte. Das Messfahrzeug der Kreisfeuerwehr aus Groß-Umstadt rückte aus, um die Gaskonzentration zu messen, seitens des die Gasleitung betreibenden Energieunternehmens waren die Fachleute zum Unfallort geeilt.

Bilder: Beschädigte Gasleitung in Eppertshausen

„Schnell war klar, dass die Energieversorger keine rasche Möglichkeit hatten, das betroffene Rohr abzuschotten“, sagt Kreisbrandinspektor Stühling. Das Löschwasser über dem Baggerloch musste also umgehend wieder abgepumpt werden, damit die Fachleute an das noch immer laut vernehmbare Gasrohr gelangen konnten. Als dies nach über einer Stunde der Fall war, war rasch ein Pfropfen ins Leck gepresst worden. Weitere Messungen ergaben, dass keine Explosionsgefahr mehr bestand, so dass der Verkehr wieder freigegeben werden konnte. Auch der innerörtlich gelegene Bahnübergang an der Hüttenstraße war aus Sicherheitsgründen gesperrt, so dass zahlreiche Autofahrer weite Umweg in Kauf nehmen mussten.

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