Vor 2018 tut sich nichts

Mehrzweckhalle: Sanierung erst übernächstes Jahr

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Wird frühestens ab 2018 saniert: die Eppertshäuser Mehrzweckhalle (Ansicht Rückseite) an der Stephan-Gruber- und der Mira-Lobe-Schule.

Eppertshausen - Viele gingen von einem Abbruch der Mehrzweckhalle aus, als der Neubau der Bürgerhalle beschlossen wurde. Dem ist aber nicht so. Das Gebäude steht noch und soll saniert werden. Doch das dauert noch. Von Jens Dörr

Seit 53 Jahren gibt es die Mehrzweckhalle im Eppertshäuser Niederfeld, direkt neben der Stephan-Gruber-Grundschule sowie der dort ebenfalls beherbergten Mira-Lobe-Schule als Sprachheilschule für den Landkreis Darmstadt-Dieburg. 2009 schien ihr nahes Ende besiegelt, als die Gemeindevertreter mit den Stimmen von CDU und eines FDP-Abgeordneten den Neubau der Bürgerhalle auf dem Festplatz beschlossen. Viele gingen zu dieser Zeit von einem Abriss der 1963 erbauten Halle aus, die dann 2011 allerdings an den Landkreis verkauft wurde und bis heute erhalten blieb. Wünsche nach einer Sanierung – etwa des Hallenbodens – werden sich aber frühestens ab 2018 erfüllen.

Für übernächstes Jahr hat der Kreis 600.000 Euro für grundlegende Sanierungsarbeiten eingeplant. Voraussichtlich, muss man sagen: Denn da die Halle generell funktionstüchtig ist, wenngleich innen wie außen nicht mehr in die Zeit passen mag, könnte das Vorhaben beim Auftauchen noch dringlicherer Projekte im Landkreis (wie schon in der Vergangenheit geschehen und auch durch die gesamte Haushaltslage des Kreises beeinflusst) weiter verschoben werden. Derzeit arbeitet der Kreis am Investitionsplan für 2017. Dann wird die Eppertshäuser Halle, die außer von den beiden Schulen auch vom TAV Eppertshausen, dem TTC Eppertshausen, dem FVCA Eppertshausen, den tanzenden Settchen, dem Boxprojekt der Jugendförderung sowie der Ahmadiyya-Gemeinde genutzt wird, noch nicht berücksichtigt sein.

Für die Stephan-Gruber-Schule wünscht sich Leiterin Marion Lehr weiterhin „eine Grundsanierung“. Die sei auf Dauer wichtig, da sich die neue Bürgerhalle für Ballsport nur bedingt eigne. Fußball und Handball sind dort etwa kaum denkbar, während andererseits etwa der TTC Eppertshausen dort das Gros seiner Tischtennis-Trainings zu absolvieren vermag. „Für den Schulsport ist die Bürgerhalle ungeeignet“, fasst Lehr den Status quo dennoch klar zusammen.

Absehbar ist in der Stephan-Gruber-Schule unterdessen die Errichtung zweier „mobiler“, also später wieder problemlos abbaubarer Klassenräume. Nach Auskunft von Schule sowie Landkreis werden sie bis zum Ende der jetzigen Sommerferien fertig gestellt sein. Jene, die nun in die vierte Klasse kommen, sind an der Gruber-Schule die letzten Kinder in einer zweizügigen Jahrgangsstufe. Darunter gibt es drei dritte, drei zweite und auch drei neue erste Klassen.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Einer der beiden Räume, die in „Holzbauweise“ errichtet werden sollen (laut Kreis in wenigen Tagen möglich), soll als Unterrichtsraum genutzt werden, der andere als Betreuungsraum. Die Nachmittagsbetreuung in Eppertshausen soll bald durchweg im Rahmen eines „Pakts für den Nachmittag“ an der Gruber-Schule stattfinden. Bislang waren die katholische Kirchengemeinde mit ihrem Hort und die Gruber-Schule mit dem Förderverein und der „Betreuenden Grundschule“ für zusammen 70 Kinder dafür verantwortlich.

Den Hortvertrag will die Gemeinde laut kürzlich getroffenem politischen Beschluss jedoch nur noch im kommenden Schuljahr aufrecht erhalten. Danach soll die „Betreuende Grundschule“ nachmittags alle Kinder unterbringen. Bedarf herrscht aktuell für 90 Plätze – 20 mehr als bisher, was die Gruber-Schule dann aber leisten können soll. Werden die Kinder in einiger Zeit im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ betreut, würde das Land Hessen Eppertshausen bei den Kosten entlasten und die Gemeindekasse geschont.

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