Hessens Innenminister und drei Pfarrer bei der Übergabe

Segnung des 268.000 Euro teuren Feuerwehrautos

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Großer Bahnhof für das 268.000 Euro teure neue Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Eppertshausen. Hessens Innenminister, Lokalpolitiker, drei Pfarrer und viel Publikum waren in die Übergabe nebst Segnung eingebunden.

Eppertshausen - Neue Schutzhelme und ein brandneues Einsatzfahrzeug präsentierten die Feuerwehrleute zu ihrem traditionellen Spritzenhausfest, zu dem sich hoher Besuch einfand. Neben den Hessischen Innenminister Peter Beuth und vielen lokalen Politikern feierten gestern auch zahlreiche Freunde der Wehr mit. Von Thomas Meier 

Schon am Samstagabend boten die Freiwilligen Wehrleute bei ihrem alle zwei Jahre steigenden Spritzenhausfest gegrillte Haxen und gekochte Haspel mit Sauerkraut, zudem viele verschiedene Spezialitäten vom Holzkohlegrill. Und wäre es nicht ganz so heiß gewesen, sicher hätten mehr Schweinsfüße ihre Abnehmer gefunden. Zum Frühschoppen ging es gestern Morgen langsam, aber stetig los. Der gnadenlos vom Himmel brennenden Sonne zum Trotz fanden sich bis Mittag hunderte Gäste ein, die Segnung des neuen Fahrzeugs und der neuen Einsatzhelme mitzuerleben.

Unter dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ wurde am 16. Januar 1898 der Feuerwehrverein gegründet. Und immer noch wächst das Gefahrenpotenzial in Eppertshausen ständig. Daran erinnerte Bürgermeister Carsten Helfmann bei der Übergabe des neuen „LF 10 KatS“, das vom Fahrzeughersteller MAN stammt und von der Firma Ziegler aufgebaut wurde: „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren zwei neue Baugebiete erschlossen und das dritte soll folgen. Und im Park 45 haben sich viele namhafte Betriebe angesiedelt und besondere Gefahrenpunkte für unsere Feuerwehr gebündelt.“

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Jürgen Müller (links), und Gemeindebrandinspektor Gerd Sengewald (rechts) freuen sich über die neuen Einsatzhelme für die Einsatzkräfte, hier vorgeführt von Jens Kinkel.

Vor den vielen Gästen – darunter auch Landtagsabgeordnete Heike Hoffmann, Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Dieter Papst und drei Pfarrer – dankte der Bürgermeister (in Personalunion auch Feuerwehrmann) dem Hessischen Innenminister Peter Beuth, der auch Chef der Wehren im Land ist, für die Unterstützung. Denn von den 268.000 Euro Gesamtkosten für das Einsatzfahrzeug, das einen Unimog-Rüstwagen nach 32 Dienstjahren ersetzt, gibt das Land Hessen einen Zuschuss über 93.000 Euro. Und Helfmann rechnete vor: Eppertshausens Einwohner zahlten also 175.000 Euro. Wenn man diese Summe auf die zu erwartenden 25 Jahre der Nutzung umlege, kämen alle Einwohner insgesamt auf Kosten von einem Euro pro Jahr und Kopf für dieses gut ausgestattete Fahrzeug. Es hat 250 PS und bietet Platz für neun Einsatzkräfte. 1200 Liter Wasser und 120 Liter Schaummittel sind stets an Bord. Das „LF 10 KatS“ dient der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung. Viele Ausrüstungsgegenstände sind im 12,5 Tonnen schweren Fahrzeug verstaut.

Bilder: Zweiter Blaulichttag in Eppertshausen

Man könne nicht auf Heller und Pfennig beschreiben, was in dem Auto, angeschafft fürs Allgemeinwohl, alles drin steckt, meinte Minister Beuth, voll des Lobes über die Wehren im Land Deren Mitglieder seien 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag einsatzberei. Anständiges Gerät für die Wehr sei unabdingbar. Und solch ein Auto bringe auch hohe Motivation in die Einsatzabteilungen, meinte der Minister mit Blick auf die strahlenden Augen vor allem auch der angetretenen Nachwuchs-Blauröcke.

Gleich drei Pfarrer segneten das neue Einsatzfahrzeug und die 23 ebenfalls neu beschafften Helme: der Notfallseelsorger des Kreises, Heiko Ruf-Kabraun, Pfarrer Johannes Opfermann von der evangelischen Friedensgemeinde und Pfarrer Harald Christian Röper von der katholischen Kirchengemeinde.

Die Besucher nutzten nach dem lange währenden, feierlichen Akt die Gelegenheit, die Neuerungen der Wehr zu inspizieren. Die bisherigen Schutzhelme der Einsatzkräfte wurden auch aus Altersgründen ausgemustert. Ergänzend zu 14 Helmen, die die Gemeinde finanziert hat, wurden 23 weitere Helme vom Feuerwehrverein angeschafft. Die neuen Schutzbehütungen im Wert von fast 6 000 Euro konnten durch die Mitgliedsbeiträge der etwa 750 Mitglieder des Feuerwehrvereins sowie aus Spenden und Gewinnen der letzten Veranstaltungen des Vereins finanziert werden.

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