Flohmarkt für Stolpersteine

Künstler Gunter Demnig verlegte die ersten Stolpersteine in Eppertshausen. Er soll bald neue Arbeit an acht Stellen im Ort bekommen.
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Künstler Gunter Demnig verlegte die ersten Stolpersteine in Eppertshausen. Er soll bald neue Arbeit an acht Stellen im Ort bekommen.

Eppertshausen - Vor einem Jahr wurden in Eppertshausen die ersten Stolpersteine verlegt. Sie wurden zum Gedenken an die Familie Adler, die bis 1938 im Haus Hauptstraße 63 wohnte, gesetzt. 

Als Grundlage der Recherche diente die Abhandlung von Karl J. Müller „Damit wir sie nicht vergessen - Das Schicksal der jüdischen Bürger in Eppertshausen“. Durch die Arbeit Müllers wurde eine Verlegung leicht möglich. Er hat in den Jahren bis 1985 alle vorhandenen Daten und Fakten gesammelt und veröffentlicht. Die erste Verlegung wurde privat organisiert und finanziert. Doch gibt es jedoch noch acht weitere Stellen, an denen die Steine zum Gedenken an die Opfer verlegt werden sollten. Um dies zu finanzieren, hat sich die Initiative „Stolpersteine“ gegründet. Sie will die Verlegungen weiterer Stolpersteine in Eppertshausen vorantreiben.

Gemeinsam mit den Bewohnern der Bahnhofstraße in Eppertshausen veranstaltet die Initiative am Samstag, 5. Juli, ab 15 Uhr einen Straßenflohmarkt. Der Erlös daraus fließt in die Verlegung der Stolpersteine. Die Standgebühr beträgt drei Euro pro laufendem Meter und einen Kuchen. Die Stände werden nur an private Personen vergeben. Händler sind nicht zugelassen.

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Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Es gibt Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Getränke. Das Restaurant „Persio“ ist als Mitorganisator federführend beteiligt und versorgt die Gäste mit italienischen Speisen in einem Biergarten auf der Straße. Die Initiative Stolpersteine wird über die weiteren Projekte berichten und informieren. Anmeldung bei Bruno Ries (06071/31607).

(tm)

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