Flucht mit Folgen

Banküberfall mit Bombenalarm: Mann legt Geständnis ab

Frankfurt - Erst wurde Bombenalarm ausgelöst, dann musste zeitweise der Nahverkehr gestoppt werden: Ein Bankraub hatte Ende Januar in der Frankfurter Innenstadt weitreichende Folgen. Vor Gericht legt der Mann ein Geständnis ab - sein genaues Motiv bleibt aber unklar.

Mit einer Bombendrohung und der Flucht per S-Bahn hatte ein Bankräuber in Frankfurt für großes Aufsehen gesorgt. Vor dem Landgericht räumte ein 45-Jähriger am Dienstag die Vorwürfe ein. Weil er nach der Tat am 25. Januar unter anderem in einer S-Bahn flüchtete, kam der öffentliche Nahverkehr in der Innenstadt zeitweise zum Erliegen. Nach dem Überfall auf eine Bankfiliale im Stadtteil Dornbusch war der Mann zunächst zu Fuß und mit 32.000 Euro geflüchtet. Weil aber dem Geldpäckchen neben roter Flüssigkeit auch noch ein Peilsender beigegeben war, konnte die Polizei seinen Fluchtweg genau verfolgen. Der Räuber stieg schließlich in eine S-Bahn, die an der Station Messe von der Polizei gestoppt wurde. Der Zugverkehr auf der Strecke kam zum Erliegen - zuvor war auch die viel befahrene Eschersheimer Landstraße in der Nähe des Tatorts gesperrt worden.

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Wegen seiner markanten Schuhe fiel der Räuber schließlich Polizisten auf und konnte festgenommen werden. In seinem Rucksack entdeckten die Ermittler die Beute und eine Schusswaffe. Der Mann war bereits wegen mehrerer Diebstähle aufgefallen. Vor Gericht ließ der Mann das Motiv für den Überfall offen - möglicherweise ist er aber mit seinem Drogenkonsum zu erklären. Er ließ das Gericht wissen, dass er mit dem Überfall und der Beute eigentlich überfordert gewesen sei: "Das Geld hätte mich umgebracht." Eine der Bankangestellten leidet noch heute massiv an den Folgen des Überfalls - der Räuber hatte eine Bombenattrappe zurückgelassen und gedroht, die Sparkasse werde "in zehn Minuten" in die Luft gehen. Auch mehrere U-Bahn-Linien in der Nähe konnten deshalb zeitweise nicht fahren. Die Strafkammer will den Prozess nach zwei weiteren Verhandlungstagen noch im Juli abschließen.

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dpa

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