Wegen Streit um Krankenhausaufenthalt der Ehefrau

Urteil: Rettungssanitäter mit Waffe bedroht

Frankfurt - Weil er zwei Rettungssanitäter mit einer Waffe bedroht hat, muss sich ein 40-Jähriger erneut vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Kurios ist vor allem der Grund für seine Entgleisung.

Weil er zwei Rettungssanitäter mit einer Gaswaffe bedroht hat, verurteilte das Landgericht Frankfurt einen 40 Jahre alter Mann zu neun Monaten Bewährungsstrafe. Zusätzlich ordneten die Richter heute eine stationäre Alkohol- und Drogentherapie sowie 400 gemeinnützige Arbeitsstunden an. Die Sanitäter waren im Dezember in die Wohnung des Mannes gekommen, dessen Ehefrau über massives Bauchweh klagte und deshalb in die Klinik gebracht werden sollte. Während die Sanitäter die Frau nach Bad Soden (Taunus) bringen wollten, bestand der Ehemann auf das Krankenhaus in Frankfurt-Höchst, wo er sie besser besuchen könne. Vor dem Haus zog er plötzlich die Gaswaffe und hielt sie auf das Rettungsfahrzeug mit den Sanitätern, von denen einer "mit den Knien schlotterte", wie dieser im Zeugenstand sagte. Der Besitz der mit einem "Kleinen Waffenschein" erlaubten Schreckschusspistole war dem Angeklagten aufgrund anderer Vorfälle bereits 2003 untersagt worden. In einem ersten Prozess im Juli 2015 fiel die neunmonatige Freiheitsstrafe noch ohne Bewährung aus. Erst seine Zusage, an der stationären Suchttherapie teilnehmen zu wollen sowie sein untadeliges Verhalten in den vergangenen Monaten bewogen Gericht und Staatsanwaltschaft, sich für eine Bewährungsstrafe auszusprechen. dpa

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Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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