Acht Monate zur Bewährung

„Blockupy“-Aktivist nach Krawallen verurteilt

+
Archivbild

Frankfurt - Wegen Gewalttaten bei den "Blockupy"-Protesten zur Einweihung der Europäischen Zentralbank (EZB) im März vergangenen Jahres ist ein 39 Jahre alter Mann am Donnerstag vom Amtsgericht Frankfurt zu acht Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der Angeklagte hatte am Morgen des 18. März zunächst die bereits beschädigte Schaufensterscheibe einer Sparkassenfiliale mit zwei Tritten zerstört. Kurze Zeit später warf er einen Stein auf ein parkendes Auto. Pflastersteine wurden schließlich in Richtung von Polizeibeamten geworfen, ohne aber diese zu treffen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten aber lediglich wegen einfachen und schweren Landfriedensbruchs, nicht aber - wie angeklagt - wegen versuchter schwerer Körperverletzung.

Ein Polizeibeamter sagte als Zeuge, die Steine seien so geworfen worden, dass sie ihn oder seine Kollegen nicht hätten treffen können. Im Strafmaß lag das Gericht etwas hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft von einem Jahr zur Bewährung. Strafmildernd wurde das Geständnis angerechnet. Der Angeklagte sagte, er sei im kurzzeitigen Polizeigewahrsam geläutert worden. Damals sei er "frustriert" gewesen, weil er in beruflich unsicheren Verhältnissen gelebt habe. Heute bemühe er sich aber auf einer Abendschule um berufliches Fortkommen.

Frankfurt brennt: Die Reaktionen auf Twitter

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion