26-Jähriger muss 2700 Euro zahlen

Blockupy-Proteste: Fackelträger verurteilt

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Heftig waren die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten im März 2015 während der offiziellen Eröffnung der Europäischen Zentralbank.

Frankfurt - Gut ein Jahr nach den Ausschreitungen bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt muss ein damaliger Teilnehmer 2700 Euro Strafe zahlen.

Er war mit brennenden Bengalos, einer Art Leuchtfackeln, auf Polizisten zugelaufen und hatte andere Demonstranten zur Gewalt angestachelt. Ein entsprechender Strafbefehl zu 180 Tagessätzen wurde am Freitag vor dem Amtsgericht Frankfurt rechtskräftig. Der 26-Jährige hatte zuvor seinen Einspruch zurückgenommen, die Gerichtsverhandlung wurde deshalb abgesetzt.

Der Angeklagte hatte die als Landfriedensbruch gewerteten Taten während der Krawalle zur Einweihung der Europäischen Zentralbank im März 2015 begangen. Er befand sich damals auf einer Frankfurter Mainbrücke, von wo aus auch Steine gegen Polizisten flogen. Nachdem er den Strafbefehl des Gerichts erhalten hatte, legte er zunächst Einspruch ein. Nach Rücksprache mit seinem Verteidiger nahm er den Strafbefehl aber doch noch an. Bei Einsprüchen gegen schriftliche Verurteilungen ist grundsätzlich auch eine schärfere Strafe zulässig. Rechtskräftig verurteilt wegen der Blockupy-Krawalle ist auch schon ein Student aus Italien. Wegen Landfriedensbruch erhielt er 14 Monate Haft auf Bewährung, es war das erste Urteil nach den Ausschreitungen.

Blockupy: Eingekesselte Demonstranten, Gewalt, Verletzte

dpa

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