Protest gegen CSD-Motto

Hitler in rosa sorgt für Diskussionen

+
Screenshot von der Hitler-Persiflage der „Frankfurter Klasse“.

Frankfurt - Nach heftigen Protesten haben die Organisatoren des Christopher Street Day (CSD) in Frankfurt auf ein provokatives Motto verzichtet. Nun findet der CSD unter dem Leitspruch „Liebe gegen Rechts“ statt.

Mit dem diesjährigen Christopher Street Day am 16. Juli in Frankfurt wollen die Veranstalter gegen einen Rechtsruck in Politik und Gesellschaft protestieren. Ursprünglich planten die Organisatoren, unter dem Motto „Lieb Geil“ (Anspielung auf die Nazi-Grußformel „Sieg Heil) eine Hitler-Persiflage des Künstler-Duos „Frankfurter Klasse“ für den CSD zu verwenden (siehe Video unten). „Wir wollten satirisch deutlich machen, dass wir einem Rechtsruck entgegensteuern“, erklärten die Veranstalter in einer Pressemitteilung.

Das provokative Motto sorgte allerdings für zahlreiche Proteste: „Einige Gruppierungen wiesen uns jedoch sehr nachdrücklich auf die Schwierigkeit der Darstellung hin und riefen zum breiten Boykott des CSD auf.“ Es gab Ankündigungen von Gegendemonstrationen, sogar von „teils ernstzunehmenden Drohungen“ ist die Rede.

So bunt und schrill war der Christopher Street Day

Der Protest war dermaßen massiv, dass sich die Organisatoren gezwungen fühlten, das Motto des CSD in „Liebe gegen Rechts“ zu ändern. Auch auf die geplante Hitler-Persiflage will man nun verzichten, auch wenn die Veranstalter die satirische Herangehensweise verteidigen: „Wir wollen trotzdem betonen, dass wir es nach wie vor für notwendig halten, ein Thema auch provokant darzustellen.“ (nb)

Kommentare