Darmstadt 98 gegen Eintracht Frankfurt

Anwalt sagt: Maßnahme in Darmstadt „hochgradig rechtswidrig“

Frankfurt - Das 36-stündige Aufenthaltsverbot für Anhänger von Eintracht Frankfurt in Darmstadt ist für Fananwalt René Lau „hochgradig rechtswidrig und völlig unpraktikabel“.

Dies sagte der Jurist heute der Deutschen Presse-Agentur. Auch aus der hessischen Landespolitik gibt es Kritik an der ungewöhnlichen Maßnahme vor dem brisanten Bundesliga-Derby am Samstag (15.30 Uhr) zwischen Frankfurt und Darmstadt 98. „Ich halte davon gar nichts“, sagte Lau, der Mitglied des europäischen Fananwälte-Netzwerks und der AG Fananwälte in Deutschland ist. „Die Verfügung ist nicht bestimmt genug: An wen richtet sich das?“ Außerdem werde der Fan in seinen Grundrechten eingeschränkt. Am Dienstag hatte die Stadt Darmstadt gemeinsam mit der Polizei neben dem Stadion am Böllenfalltor auch die Innenstadt für die Gäste-Fans zur Sperrzone erklärt. Die außergewöhnliche Maßnahme stützt sich auf das hessische Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Nach den Ausschreitungen im Hinspiel hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes einen Ausschluss von Gäste-Fans für die Partie verfügt. Dennoch rechnet die Polizei mit bis zu 3000 Eintracht-Anhängern.

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Frankfurt und Darmstadt - zwei Fußballstädte im Vergleich

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dpa

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