ZDF beleuchtet Fall des Manfred S.

Etliche neue Hinweise auf Mordserie nach „XY“-Sendung

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Ein vom hessischen LKA veröffentlichtes Foto zeigt den mutmaßlichen Serienmörder Manfred S. in den 60iger Jahren.

Wiesbaden - Mehr als 20 Anrufer haben sich nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ gestern Abend mit Hinweisen auf die Mordserie an Frauen und einem Schüler im Raum Frankfurt gemeldet.

"Es sind einige durchaus interessante darunter, denen wir intensiv nachgehen werden", sagte heute Max Weiß, Sprecher des hessischen Landeskriminalamts (LKA). Insgesamt seien bei der Polizei nun 190 Hinweise auf die Mordserie und den Verdächtigen Manfred S. eingegangen. Unter anderem hätten die Ermittler Hinweise auf den Namen des Mannes bekommen, dessen Stimme in der "XY"-Sendung zu hören war. Ein Unbekannter hatte sich nach dem Mord an dem Frankfurter Schüler Tristan 1998 telefonisch mit verwaschener Stimme und leicht hessischem Zungenschlag als Täter bei der Polizei gemeldet, die den Anruf aufzeichnete.

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Ob es tatsächlich Tristans Mörder oder ein Trittbrettfahrer war, ist bis heute ungeklärt. Manfred S., der inzwischen gestorben ist, steht im Verdacht, in den vergangenen Jahrzehnten in Frankfurt und Umgebung bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven ermordet und grausam verstümmelt zu haben. Mit Ausnahme des Schülers handelte es sich bei allen mutmaßlichen Opfern um Frauen. In der Garage von Manfred S. waren nach dessen Tod zerstückelte Leichenteile einer Prostituierten gefunden worden.

Bilder: Der Mordfall des Schülers Tristan Brübach

dpa

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