Schlagerparty mit Breakdance

Florian Silbereisen zeigt „Das Beste der Feste“

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Florian Silbereisen.

Frankfurt - „Tage wie diese“. Dass dieses Lied einmal in einer Schlagerversion gespielt werden würde, davon haben die „Toten Hosen“ sicher nie geträumt. Aber nichts ist unmöglich. Deshalb singen „Feuerherz“ ein paar Zeilen des Hits von 2012. Von Thomas Ungeheuer

Tatsächlich bekommen die vier Mitglieder der ersten deutschen Schlager-Boy-Group dafür viel Applaus. Sogar Freudenschreie sind zu hören. Ja, absolute Euphorie können, diese adretten Männer bei den jungen (weiblichen) Fans entfachen. In der ausverkauften Frankfurter Jahrhunderthalle präsentierte Florian Silbereisen die Schlagerrevue „Das Beste der Feste“. Und es versammeln sich gut gelaunte Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren, die nur eins haben wollen: Spaß. Und den gibt es für sie in rauen Mengen, wenn die fünf Break-Tänzer der „Dancefloor Destruction Crew“ ihre teils spektakulären Mooves zeigen. Zwar reicht deren Tanzkunst nicht an die der „Flying Steps“ heran. Aber wenn die „Dancefloor Destruction Crew“ zu dem Klassiker „Die lustigen Holzhackerbuam“ sich auf die Waden hauen, bereichert dies das Bewegungsvokabular des Breakdance dann doch ein Stück weit.

Aber ganz ohne Frage ist Vanessa Mai der erste große Trumpf, den Florian Silbereisen aus dem Ärmel zieht. Seit ihrem ersten Solo-Auftritt in seiner TV-Show geht es mit der einstigen Sängerin von „Wolkenfrei“ steil nach oben. So kam ihr Album „Wachgeküsst“ bis auf Platz 7 der deutschen Charts. Dass auch ohne Bier bald die Stimmung wie auf dem Oktoberfest ist, liegt jedoch an DJ Ötzi, der mit „Ich bin geboren, um dich zu lieben“ seinen umjubelten Auftritt beginnt. Erstaunlich gut bei Stimme ist der 45-jährige.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Auch Ross Antony und Michelle können ihr Publikum mitreißen. Während der Engländer sich nicht nur als hervorragender Sänger beweist, ist Schlagerstar Michelle eher für melancholische und ernste Töne zuständig. Bei „Idiot“ kommen denn auch alle Mitwirkenden auf die Bühne – ganz so wie am Ende der gut dreistündigen Show, als Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont geht’s weiter“ erklingt und danach die begeisterten Konzertbesucher nach Hause gehen.

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