Senckenberg-Gesellschaft

Wissenschaftler entdecken Frosch mit „Motoren-Sound“

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Frankfurt - Frankfurter Wissenschaftler der Senckenberg-Gesellschaft haben in der brasilianischen Baumsavanne einen kleinen Frosch mit ausdauerndem „Motoren-Sound“ entdeckt.

Der nur etwa zwölf Millimeter große Frosch mit dem auffälligen gelb-orangen Rückenstreifen fällt durch seinen ausdauernden und an einen kleinen, etwas klapperigen Motor erinnernden Ruf auf. Das Team analysierte mehr als 2000 Aufnahmen von Froschrufen und verglich das Tier aus der Gattung der Pseudopaludicola-Pfeiffrösche mit anderen Froscharten. Dabei wurde klar: „Er passt in keine Schublade“, sagte Wissenschaftler Martin Jansen in Frankfurt. Auch wenn sich „Motorzinho“ (Motörchen) schon vor Ort mit seinem speziellen Pfiff deutlich von anderen Fröschen unterschied, wurden bei der Analyse Frequenz und Struktur der Rufe im Vergleich zu anderen Pfeiffröschen untersucht. „Mich persönlich würde interessieren, wie er energetisch vorgeht“, sagte Jansen. Denn Rufen sei „das Aufwändigste, was ein Frosch machen kann“. Als Einzelgänger schließe sich „Motorzinho“ nicht einem Froschchor an, in dem er auch mal Pause machen könne. (op)

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