Razzien in Frankfurt sowie Stadt und Kreis Offenbach

Seniorin hilft Nachwuchs bei Fahrkarten-Fälschung

Frankfurt - Eine 55 Jahre alte Frau und ihr 49 Jahre alter Bruder aus Frankfurt sitzen wegen des Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen Urkundenfälschung seit heute in Untersuchungshaft.

Hunderte Monatskarten des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) sollen eine Frau aus Frankfurt und ihr Bruder gefälscht und für etwa die Hälfte des regulären Preises verkauft haben. Dabei seien die Geschwister von ihrer 78 Jahre alten Mutter unterstützt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft heute mit. Die 55 Jahre alte Frau und ihr 49 Jahre alter Bruder waren zuvor festgenommen und wegen Fluchtgefahr in U-Haft genommen worden. Außerdem wird gegen 39 mutmaßliche Käufer der falschen Tickets ermittelt. Der Jüngste ist 19 Jahre alt. Die Fahrkarten sollen im Auftrag der Geschwister in einer Fälscherwerkstatt in Serbien hergestellt worden sein. Dabei wurden Blankofahrscheine des RMV verwendet, die aus Automaten-Aufbrüchen im Rhein-Main-Gebiet stammen. Mindestens 300 falsche Tickets sollen die Geschwister verkauft haben.

Ihre Mutter bewahrte den Ermittlungen zufolge die gefälschten Fahrscheine in ihrer Wohnung auf und gab sie an die Abnehmer weiter. Die Ermittler sprechen von einem "relativ festen Kundenstamm". Rund 200 Beamte der Bundespolizei hatten am Donnerstag 35 Wohnungen und zwei Geschäftsräume in Frankfurt, Offenbach sowie den Kreisen Offenbach, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig durchsucht. Dabei nahmen sie die wegen des Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen Urkundenfälschung mit Haftbefehl gesuchten Geschwister fest. Die Ermittler fanden unter anderem 21.000 Euro, vermutlich gefälschte Papier- und elektronische Tickets sowie einen Trennschneider zum Aufflexen von Automaten. (dpa)

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Rubriklistenbild: © dpa

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