Fest beginnt am Freitag

Museumsuferfest: Traumwetter und mehr Sicherheit

+
Totale Enge und viele Menschen prägen die Situation speziell an beiden Seiten des Mainufers. In diesem Jahr greift ein neues Sicherheitskonzept beim Museumsuferfest.

Frankfurt - Die Wetteraussichten für Frankfurt sind gut. Mit dem riesigen Volksfest am Main feiert die Stadt seit Ende der 1980er Jahre am letzten Wochenende im August ihr einzigartiges Museumsufer. Das Sicherheitskonzept wird auch jedes Jahr überarbeitet.

Bei voraussichtlich traumhaftem Sommerwetter und mit einem modernisierten Sicherheitskonzept beginnt an diesem Freitag das Museumsuferfest in Frankfurt. Bis einschließlich Sonntag werden rund zwei Millionen Gäste zu dem dreitägigen traditionellen Kultur- und Volksfest an beiden Seiten des Mainufers erwartet. Nicht das Buchmessen-Gastland ist diesmal Schwerpunkt. Anstelle von den Niederlanden und Flandern steht das 40. Jubiläum des weit über Frankfurt hinaus bekannten Rockclubs Batschkapp im Mittelpunkt. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Batschkapp-Chef Ralf Scheffler eröffnen das Museumsuferfest offiziell am Freitag um 18 Uhr auf der Batschkapp-Bühne am Nizza am nördlichen Mainufer.

22 Museen öffnen während des Fests ihre Ausstellungen für die Besucher und bieten darüber hinaus noch Programm. Das Jüdische Museum ist wegen Umbaus geschlossen, beteiligt sich aber als 23. Museum mit einem Stand auf der Festmeile. Auf 17 Bühnen gibt es ganz verschiedene Musik. Zahlreiche Ess- und Getränkestände mit Angeboten aus aller Welt säumen die Ufer des Mains auf insgesamt rund acht Kilometern. Dazwischen finden sich Informations- und Verkaufsstände, die mit Kunsthandwerk, Schmuck und dekorativen Waren aus aller Welt locken. Insgesamt sind es rund 800 bis 1000 Stände, wie Kurt Stroscher von der Tourismus und Congress GmbH sagt.

Eine Tradition bei dem Fest sind die Drachenbootrennen auf dem Main. Höhepunkt zum Abschluss ist stets das Feuerwerk am Sonntagabend um 22.30 Uhr. Seinen großen Erfolg verdankt das Museumsuferfest der Kombination aus Kulinarischem, Kunst und Kultur. Mehr Ordner und eine überarbeitete Notbeleuchtung gehören zum modernisierten Sicherheitskonzept des diesjährigen Fests. Feuerwehr, Polizei, Wasserrettungskräfte und Sanitäter seien ohnehin vor Ort. Mit nur einem Mikrofon seien erstmals alle Besucher sofort zu erreichen, sagt Stroscher. Damit eine solche Ansage nicht vom Bühnenlärm und Trubel überlagert wird, steht an jeder Bühne ein Ordner. „Sie können von jetzt auf gleich über Funk verständigt werden und abschalten“, sagt Stroscher.

Bildergalerie: Museumsuferfest 2015

Wo Autos auf das Festgelände fahren könnten, werden erstmals Sperren aufgestellt, „um zu verhindern, dass Fahrzeuge wie in Nizza zu Tatwaffen werden können“, sagte Stroscher. Bei dem Terroranschlag am 14. Juli auf der Strandpromenade von Nizza hatte der Attentäter mit einem Lastwagen 84 Menschen getötet. (dpa)

Kommentare