Polizei: Schmuck besser verdeckt tragen

Goldketten-Raub: Überfälle nehmen zu

Frankfurt - Der Raub von Goldketten auf offener Straße nimmt zu. Die Opfer sind meist ältere Frauen. Die Täter haben leichtes Spiel.

Der Täter geht auf sein Opfer zu, reißt ihm unvermittelt die Goldkette vom Hals und flüchtet mit der Beute. Das Opfer bleibt überrumpelt und geschockt zurück. "Es ist eine Häufung solcher Fälle festzustellen", sagt Polizeisprecher Manfred Füllhardt in Frankfurt. 43 Fälle von Goldkettenraub hat allein die Frankfurter Polizei in diesem Jahr bislang registriert. Im gesamten Vorjahr waren es nur 30 Fälle, nach 23 im Jahr 2014 und 51 Fällen 2013. "Damals trat das Deliktfeld zum ersten Mal gehäuft auf", sagte Füllhardt. Die Täter hätten meist leichtes Spiel, weil sie den Überraschungsmoment auf ihrer Seite haben. "Manchmal fällt die Kette aber auch runter, oder zerreißt, einmal ist eine Kette auch in den Ausschnitt des Opfers gefallen."

Die Täter sind meist junge Männer. Als Opfer suchen sie sich vor allem ältere Frauen aus. "Bei ihnen haben es die Täter leichter, und sie tagen eher Goldketten", nennt Füllhardt die Gründe. Es gibt aber auch Trickdiebe, die zu zweit oder zu mehreren auftreten. Sie lenken ihre Opfer unter einem Vorwand ab, um ihm den Schmuck vom Hals zu reißen. Gelegentlich hält auch ein Auto, ein Insasse fragt nach dem Weg, der andere greift nach der Kette - und der Wagen braust davon.

Wie können sich die Frauen schützen? "Die Kette verdeckt tragen", rät die Polizei. Im Sommer gebe es vor allem deshalb mehr Opfer, weil die Ketten über einer Bluse, einem Kleid oder T-Shirt offen getragen würden und nicht wie im Winter unter einem Mantel verdeckt seien. Hilfreich sei es auch, in Begleitung zu gehen. Wer Opfer der Diebe geworden ist, soll möglichst schnell die 110 verständigen, damit die Polizei eine Chance hat, die Täter zu finden. (dpa)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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