Prozess am Landgericht

45-Jähriger gesteht Würgeattacke aus Eifersucht

Frankfurt - Mit einem Geständnis des Angeklagten hat heute in Frankfurt der Prozess um eine lebensgefährliche Würgeattacke aus Eifersucht begonnen.

Vor dem Landgericht räumte der 45 Jahre alte Mann ein, im Oktober 2014 in das Haus des Ehemannes seiner früheren Freundin in Bad Soden am Taunus eingedrungen zu sein und sich auf den 54-jährigen gestürzt zu haben. Dabei rief der alkoholisierte Täter "Ich bringe Dich um" und drückte ihm kurzzeitig die Kehle zu. Das Opfer konnte sich aus eigener Kraft befreien, hatte aber nach eigenen Angaben im Zeugenstand zeitweise Todesangst. Hintergrund der Attacke war offenbar der Ärger des Angeklagten darüber, dass sich seine Freundin wieder ihrem Ehemann zugewandt hatte. Vor der Tat hatte er reichlich Alkohol getrunken - die Blutprobe ergab knapp zwei Promille.

Schon vor der Tat stellte er der Frau mehrfach nach - auch diese Taten sind neben der gefährlichen Körperverletzung Bestandteile der Anklage. Ursprünglich wurde die Sache sogar als versuchtes Tötungsdelikt geführt. Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch zwischenzeitlich davon Abstand genommen. Vor Gericht räumte der Angeklagte die Tat ein und entschuldigte sich dafür. Außergerichtlich hatte er darüber hinaus die Zahlung von 3000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer akzeptiert. Die Strafkammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage terminiert. (dpa)

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Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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