Lebensgefährliche Messerattacke bei Drogendeal

Prozess: Kokain entpuppt sich als Traubenzucker

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Das Landgericht Frankfurt

Frankfurt - Weil er aus Ärger über ein betrügerisches Drogengeschäft mit einem großen Brotmesser auf seinen Kontrahenten eingestochen haben soll, muss sich seit heute ein Mann vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Die Anklage legt ihm versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last. Der Tat im vergangenen Juni war der Kauf von Kokain bei dem späteren Opfer vorausgegangen. Die Droge hatte sich später als Traubenzucker entpuppt. Zunächst schlug der Angeklagte den 40 Jahre alten Verkäufer mit einer Bierflasche auf den Kopf. Kurze Zeit später stach er mit dem Brotmesser zu und verletzte das Opfer lebensgefährlich an der Leber.

Am ersten Verhandlungstag räumte der Angeklagte den Schlag mit der Bierflasche und die Stiche ein. Er könne sich jedoch an Einzelheiten kaum mehr erinnern. Die Tat hatte sich im Frankfurter Bahnhofsviertel vor dem Schaufenster einer Gemischtwarenhandlung zugetragen. Von der Videoüberwachung wurde der Tathergang deshalb genau dokumentiert. Kurz nach der Tat wurde der Mann festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Im Vorfeld wurde er unter anderem von einem Altersgutachter untersucht. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass er noch keine 21 Jahre alt ist, lautete das Ergebnis. Deshalb wurde die Sache bei einer Jugendstrafkammer angeklagt.

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dpa

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