Urteil gefallen

Prozess: Mann klaut in U-Bahn Schoßhündchen

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Frankfurt - Ein Mann entreißt einer Dame in der U-Bahn die Leine ihrer Hunde und versucht zu fliehen. Erst eine Notbremse verhindert den Diebstahl. Nun steht das Urteil fest.

Er hatte es auf zwei Schoßhündchen abgesehen und ist nun zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Weil er in einer Frankfurter U-Bahn die Chihuahuas einer Frau kurzzeitig an sich gerissen hatte, muss der Mann nach einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt 1500 Euro (150 Tagessätze) zahlen. Das Gericht erließ einen entsprechenden Strafbefehl, nachdem der Angeklagte zu dem Gerichtstermin nicht erschienen war. Der 55-Jährige war im Januar dieses Jahres in der Bahn zunächst mit der Hundebesitzerin ins Gespräch gekommen. Dann riss der betrunkene Mann plötzlich die Leine an sich und versuchte, mit den Tieren durch eine Tür zu entkommen. Erst nach einer Vollbremsung des Fahrers und dessen Hilfe konnte der Mann gestoppt werden. Die weinende Frau bekam ihre heftig bellenden Hündchen wieder zurück.

Angeklagt war der vielfach vorbestrafte Mann ursprünglich wegen Diebstahls mit Waffen, weil bei ihm ein Messer gefunden worden war, das er aber nicht eingesetzt hatte. Das Gericht ging nun wegen des betrunkenen Zustands von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit aus. Er wurde letztlich nur wegen eines Diebstahlsversuchs verurteilt. Die milde Strafe wurde auch damit begründet, dass den beiden jeweils drei Kilogramm schweren Chihuahuas nichts weiter passiert war. dpa

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