Prozess nach versuchtem Terroranschlag auf Radrennen

Islamist aus Oberursel schon in der Schule ein „Bombennarr“

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Frankfurt - Der wegen Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten angeklagte mutmaßliche Islamist aus Oberursel war schon in der Schule ein "Bombennarr".

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Vor dem Landgericht Frankfurt berichtete ein Schulkamerad des 36-Jährigen heute von einer Affinität zu explosiven Chemikalien in der bereits 20 Jahre zurückliegenden gemeinsamen Schulzeit in Kassel. Man habe zunächst vergeblich versucht, einen Zigarettenautomaten zu sprengen. Die Toilettenanlage in der Schule habe nach der Detonation eines selbstgebauten Sprengkörpers aber ein Bild der Verwüstung geboten. Ein Sprengstoffexperte des Landeskriminalamtes bescheinigte einer im Keller des Angeklagten gefundenen Rohrbombe eine große Gefährlichkeit. Sprengversuche hätten ergeben, dass selbst in neun Metern Entfernung aufgestellte Wände durchlöchert worden seien. "Ein Einsatz des Sprengkörpers hätte eine große Gefahr für Leib und Leben von Menschen mit sich gebracht", sagte der Gutachter. Die Bombe sei in jedem Fall als verbotener Gegenstand im Sinne des Waffen- und Sprengstoffgesetzes zu sehen. Der Prozess gegen den 36-Jährigen soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Aufgrund der Waffen- und Sprengstofffunde in seinem Keller war das Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt worden.

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dpa

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