Ritterschlag für Forscher in Frankfurt

Frankfurt - „Heute ist ein schöner Tag für die Forschungslandschaft in Deutschland,“ schwärmt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). „Für Hessen auch“, pflichtet ihr Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bei. Von Christian Riethmüller 

Das Entzücken der beiden Politiker gilt am Dienstag in Frankfurt einem im Jahr 2008 gegründeten Kooperationsprojekt zwischen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, der Goethe-Universität Frankfurt und dem ISOE - Institut für sozialökologische Forschung mit dem verkürzten Namen BiK-F. Der steht für das wesentlich längere „Biodiversität und Klima Forschungszentrum“, das am Rande des Campus Bockenheim der Goethe-Uni in einem renovierten, denkmalgeschützten Klinkerbau aus den 50er-Jahren residiert, der einst von Universitätsbaumeister Ferdinand Kramer entworfen worden war.

Gut 135 wissenschaftlich Beschäftigte forschen hier zu Biodiversität und Klimawandel in der Welt und untersuchen deren vielfältige Wechselwirkungen. Mehrere Arbeitsgruppen untersuchen, wie sich in der Geschichte der Erde Klima und Leben über Jahrmillionen hinweg gegenseitig beeinflussten, während andere Forschergruppen untersuchen, wie Pflanzen oder Tiere auf innerhalb weniger Jahre ablaufende Veränderungen reagieren.

Diese Forscher können sich nun über einen Ritterschlag freuen. Mit Beginn dieses Jahres ist das Zentrum nicht nur in die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, sondern auch in die prestigeträchtige Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen worden. Diese Aufnahme gilt nicht nur als Nachweis exzellenter Forschung, sondern etabliert das BiK-F, das sich nun „Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum“ nennt, nun auch als dauerhafte Einrichtung, die pro Jahr mit 6,5 Millionen Euro gefördert wird. Das Geld kommt zu 50 Prozent vom Bund. 37,5 Prozent trägt das Land Hessen und 12,5 Prozent finanziert ein Topf aller Bundesländer. Die Grundlagen für das Frankfurter Institut schuf das Land Hessen mit seinem Forschungsförderungsprogramm LOEWE, aus dem in den vergangenen Jahren insgesamt 47,5 Millionen Euro als Förderung ans BiK-F flossen. Das Land hat außerdem mit rund 21 Millionen Euro den Umbau des heutigen Institutsgebäudes unterstützt.

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