Neuer „Markt im Hof“

Lauter Genüsse aus der Region

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Käseaffineur Reiner Wechs gehört zu den Protagonisten des Marktes.

Frankfurt - Obst und Gemüse, Frischgezapftes von der Hausbrauerei, Wurst vom „Vogelsberg Metzger“ und viele Schmankerln mehr – das alles bietet der Sachsenhäuser Erzeugermarkt an der Wallstraße, der vor wenigen Tagen erstmals durchgeführt wurde. Von Ingrid Schick

Michael Rühl und Konstantin Kalveram vom Apfelweinkontor, Lorenzo Bizzi (Bizzi Eis) und Modemacherin Susanne Stahl haben sich von der Berliner Markthalle Neun inspirieren lassen und den ersten „Markt im Hof“ organisiert. Sie wollen demonstrieren, wie „anders Essen und anders Einkaufen in der Stadt“ möglich sind: regional- und saisonal-betont, verbunden mit lokaler Wertschöpfung und kurzen Wegen, fair, ökologisch und im direkten Kontakt mit den Erzeugern. Das Quartett will die Halle, in der früher ein Getränkegroßhandel untergebracht war, sowie das Gelände davor mit diesem Markt wiederbeleben und als lebendigen Ort im Quartier etablieren.

Auch das Interesse regionaler Produzenten war groß. Alle Beteiligten haben sich für den nächsten Markt bereits angemeldet. Reiner Wechs, Chefkäser in der Hungener Käsescheune und im Rheingauer Affinagekeller, ist ein Protagonist der regionalen Food-Bewegung und begeistert, dass es in Frankfurt einen solchen Regionalmarkt, vielleicht auch bald mit Veranstaltungsmöglichkeiten, geben wird. „Ich war in der Markthalle Neun in Berlin und habe seit einiger Zeit überlegt, wo und wie man ein solches Projekt in der Rhein-Main-Region etablieren könnte. Deswegen ist es Ehrensache, dass ich mit unseren Käsen bei diesem Markt dabei bin“, sagt er.

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„Wir sind von dem Interesse am Markt und den vielen Besuchern, die trotz Regens gekommen sind, völlig überwältigt“, freute sich Konstantin Kalveram am Ende des Markttages. Der nächste Sachsenhäuser Erzeugermarkt wird am Samstag, 24. Mai, von 9 bis 16 Uhr veranstaltet. Danach wollen die Organisatoren entscheiden, ob und wie es mit dem „Markt im Hof“ weiter geht.

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