70 bewegte Jahre

Landessportbund fordert neue Wertedebatte

Frankfurt - Der Landessportbund Hessen (lsb h) schaut auf bewegte 70 Jahre zurück. Mit einem Festakt in Frankfurt gedachte der Sportbund seiner Geschichte, blickte aber auch voraus.

„Nicht nur im Fußball, aber vor allem dort, erleben wir eine Spaltung in Amateur- und Profisport“, sagte Präsident Rolf Müller und warnte vor dem Auseinanderdriften des Sports. „Der Sport steht heute wie vor 70 Jahren für Fairness, Gleichbehandlung und die Einhaltung der Regeln“, erklärte Müller. Der lsb-h-Präsident sprach sich für eine Wertediskussion aus. Angesprochen seien besonders der Deutsche Olympische Sportbund und das Internationale Olympische Komitee.

Er sieht nicht zuletzt durch die negativen Schlagzeilen des Weltfußballverbandes FIFA oder des Leichtathletikverbandes IAAF einen Verlust an Glaubwürdigkeit. „Wir wollen gegensteuern mit einer Diskussion über Moral und Ethik im Sport“, sagte Müller. Der langjährige Sportbund-Präsident hob aber auch die integrative und verbindende Kraft des organisierten Sports hervor, vor allem im Hinblick auf den Flüchtlingsstrom und die Inklusion.

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dpa

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