Tipps von entlassenem Täter

Mehrfacher Automaten-Sprenger gefasst

Frankfurt - Er soll mehrere Automaten gesprengt haben, um an Geld zu kommen. Der Gesamtschaden: 21.000 Euro. Heute hat die Polizei den mutmaßlichen Serientäter geschnappt. Ein anderer Verdächtiger soll ihm vor seinen Taten Tipps gegeben haben.

Nach einer Serie von gesprengten Fahrkartenautomaten in Mittelhessen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Der 40-Jährige sei am Mittwoch in Friedrichsdorf im Hochtaunuskreis gefasst worden und habe die Taten eingeräumt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt heute mit. Der Verdächtige soll zwischen Mitte Mai und Anfang August sieben Fahrkartenautomaten gesprengt haben. Dabei sei ein Schaden von insgesamt rund 210.000 Euro entstanden. In einem Fall sei es dem Täter gelungen, die Geldkassette mit knapp 3500 Euro mitzunehmen. Auf die Schliche kamen die Ermittler dem 40-Jährigen über Zeugenaussagen. Ihm wird das Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen, Diebstahl und Sachbeschädigung vorgeworfen.

Der Mann ist ein Bekannter des ehemaligen Fremdenlegionärs (35), der Mitte September ebenfalls wegen mehrerer gesprengter Fahrkartenautomaten im Frankfurter Bahnhofsviertel festgenommen worden war. Der 35-Jährige soll den nun Gefassten mit Tipps unterstützt haben. Dies sagte der 40-Jährige, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt, nach Angaben der Ermittler aus. Nach bisherigen Erkenntnissen haben der 40-Jährige und der ehemalige Fremdenlegionär aber nicht zusammen Automaten gesprengt. "Dafür gibt es keine Anhaltspunkte", sagte Staatsanwalt Georg Ungefuk.

Archivbilder

Bilder: Unbekannte sprengen Geldautomaten

Der frühere Fremdenlegionär soll fünf Geldautomaten in mehreren Bundesländern gesprengt haben, um an Geld zu kommen. Der 35-Jährige, der im September in Untersuchungshaft genommen wurde, war erst Anfang August aus dem Gefängnis entlassen worden. Er war bereits im April 2014 vom Landgericht Darmstadt wegen der Sprengung von insgesamt 31 Fahrkartenautomaten zu vier Jahren Haft verurteilt und nach Verbüßung von zwei Dritteln der Freiheitsstrafe auf Bewährung entlassen worden. (dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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