Rangelei zwischen der Polizei und Demonstranten

Verletzte bei Protest gegen AfD

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Gegen eine Wahlkampfveranstaltung der Partei AfD protestieren Mitglieder verschiedener linker Initiativen und Bürger in Frankfurt, die Polizei sperrt eine Straße ab.

Frankfurt - Etwa 100 Demonstranten haben gestern Abend in Frankfurt gegen eine Veranstaltung der rechtskonservativen Alternative für Deutschland mit AfD-Vize Alexander Gauland protestiert.

Bei einer Rangelei zwischen der Polizei und Demonstranten wurde eine Frau verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Wegen versuchter Körperverletzung eines Beamten wurde eine weitere Frau festgenommen; sie wurde den Angaben zufolge leicht verletzt. Die Polizei sprach von rund 120 AfD-Anhängern und 100 Demonstranten. Die Veranstaltung in einem Bürgerhaus wurde den Angaben zufolge von Gegnern der AfD massiv mit Zwischenrufen gestört. Zwei Personen wurden aus dem Saal gewiesen. Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland distanzierte sich in seiner Rede von den Äußerungen der Parteichefin Frauke Petry zum Schusswaffen-Gebrauch gegen Flüchtlinge. Sie habe nicht auf Menschen schießen, sondern die Rechtslage erklären wollen, sagte Gauland.

„Ich gebe aber offen zu, das ist ihr nicht so gut gelungen. Aber dass man uns vorwirft, wir würden auf Menschen schießen lassen, ist nichts als üble Hetze.“ Es sei aber in einer politischen Diskussion nicht klug, auf Schusswaffengebrauch zu bestehen. „Ich kann das nicht entschuldigen. Es war ein Fehler. Da ist uns was durchgerutscht. Wir dürfen keine Baustelle aufmachen, bei der wir nicht gut aussehen.“

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dpa

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