Gemeindevorstand legt Grundstückspreise in der Neuen Ortsmitte fest

Bauplätze sind sehr gefragt

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Ursprünglich war an der Konrad-Adenauer-Straße der Rathausneubau angedacht, nun verkauft die Gemeinde die freien Grundstücke in der Neuen Ortsmitte an Häuslebauer.

Hainburg - Der Gemeindevorstand in Hainburg hat die Preise für die Bauplätze in der Neuen Ortsmitte festgelegt. Die rund 50 Grundstücke kosten zwischen 310 und 400 Euro pro Quadratmeter. Von Katrin Stassig

Mit dem Verkauf will die Gemeinde bekanntlich 60 bis 70 Prozent der Kosten des geplanten Rathausneubaus finanzieren. Für die drei kleinen Baugebiete in der Neuen Ortsmitte ruft die Gemeinde drei unterschiedliche Preise auf. Für die Grundstücke zwischen Landesstraße 3065 und Konrad-Adenauer-Straße werden 350 Euro pro Quadratmeter fällig. Dabei handelt es sich um die Fläche, die ursprünglich einmal für einen Rathausneubau gedacht war. Die Bauplätze sind zwischen 350 und 580 Quadratmeter groß. Dort sind Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Doppelhaushälften möglich. Am günstigsten sind die Bauplätze mit 310 Euro pro Quadratmeter an der Ludwig-Erhard-Straße im Zentrum des Wohngebiets, wo 20 Reihenhäuser vorgesehen sind. Am teuersten sind die acht Plätze in Feldrandlage entlang der Straße Zum Königssee. Dort müssen Häuslebauer 400 Euro pro Quadratmeter zahlen. Um die 500 Quadratmeter messen diese Grundstücke, kosten also jeweils um die 200.000 Euro.

Mit der Festlegung der genauen Größe hat der Gemeindevorstand die Baulandumlegung abgeschlossen. Das teilte Bürgermeister Bernhard Bessel (CDU) den Gemeindevertretern in ihrer jüngsten Sitzung mit. Er wies auch darauf hin, dass die Grundstücke voll erschlossen verkauft werden. Mit der Mitteilung solle Bauwilligen die Möglichkeit gegeben werden, sich noch um ein Grundstück zu bewerben. Zielgruppe seien in erster Linie junge Familien, die sich die Preise auf dem privaten Markt nicht leisten könnten. „Da kosten Grundstücke weitaus mehr“, betonte Bessel, der die Preise der Gemeinde Hainburg als vergleichsweise moderat bezeichnete.

Wer sich für einen Bauplatz interessiert, kann eine formlose Bewerbung an die Gemeinde Hainburg, Gemeindevorstand oder Bürgermeister, richten. Interessenten sollten darin darlegen, was sie bauen möchten (zum Beispiel Einzel- oder Doppelhaus). An die 100 Bewerber haben sich bereits gemeldet, so der Bürgermeister auf Nachfrage. Sie erhalten demnächst ein Schreiben der Gemeinde mit einem Fragebogen. Im nächsten Schritt finden dann persönliche Gespräche statt. Bessel rechnet damit, dass es voraussichtlich im kommenden Frühjahr mit der Bebauung losgehen kann.

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Die Gemeindevertreter hatten Ende Februar die Bebauungsplanänderung für die Neue Ortsmitte beschlossen. Damit werden dort Baulücken geschlossen. Durch den Verkauf der Bauplätze will die Gemeinde bekanntlich 60 bis 70 Prozent der Summe für den geplanten Rathausneubau generieren. Das neue Verwaltungsgebäude soll an der Kreuzung L 3065 und Kirchstraße nahe der Feuerwehr Klein-Krotzenburg entstehen.

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