Bessel weist Kritik an Verkehrspolitik zurück

„Deplaziert und völlig haltlos“

Hainburg - Bürgermeister Bernhard Bessel (CDU) reagiert auf Kritik des parteilosen Bürgermeisterkandidaten Andreas Grosser und bezeichnet diese als nicht zielführend.

„Wenn Herr Grosser das Thema Verkehrsfluss auf der L3065 aufgreift und mir, beziehungsweise der Verwaltung und den Fraktionen, vorwirft, hier würde zu wenig geschehen, hat er wohl einiges nicht mitbekommen“, sagt Bessel. Tatsache sei, dass sowohl das Rathaus als auch alle Fraktionen in der Gemeindevertretung schon seit geraumer Zeit alle nur denkbaren Möglichkeiten prüften und in Erwägung zögen, um weitere Verbesserungen zu erzielen. „Wäre Herr Grosser in der letzten Sitzung anwesend gewesen, hätte er gesehen, dass die Gemeindevertreter sehr einvernehmlich weitere Beschlüsse und Vorschläge auf den Weg gebracht haben.“

Grossers Vorwurf, dass die Gremien der Gemeinde diese Themen vor sich herschieben (wir berichteten), sei völlig haltlos. Bessel weiter: „Und was Herr Grosser vollkommen übersieht, ist die Tatsache, dass es mir und den Gemeindevertretern nicht nur um den Verkehrsfluss geht, sondern – und das ist meines Erachtens noch viel wichtiger – um die Sicherheit der vielen hundert Fußgänger und Radfahrer, die täglich die L 3065 überqueren.“

Genau dies sei ein entscheidender Grund dafür, dass es in Verkehrsspitzenzeiten an der Shell-Kreuzung zu lästigen Verzögerungen komme. „Das nervt aus verständlichen Gründen die Autofahrer; für die vielen Fußgänger und Radfahrer hat sich jedoch die Sicherheit beim Queren der Fahrbahn erheblich erhöht“, betont Bessel. „Immerhin passieren täglich weit über 10.000 Fahrzeuge diese Kreuzung.“ Nichtsdestotrotz arbeite man mit den zuständigen Landes- und Verkehrsbehörden daran, die Schaltung der Ampelanlage weiter zu optimieren. Grossers Satz „Es muss erst wieder etwas Schreckliches passieren, um Handlungsbedarf zu sehen“ bezeichnet der Bürgermeister als „vollkommen deplaziert und überhaupt nicht nachvollziehbar“.

Bessel weist außerdem Grossers Kritik zurück, er würde „nicht oder zu wenig Beschlüssen widersprechen, die das Wohl der Gemeinde und somit der Bürger gefährden“. Ihm seien jedenfalls keine Beschlüsse aus der letzten Zeit beziehungsweise aus den vergangenen Jahren bekannt, denen er hätte widersprechen müssen, weil sie „das Wohl der Gemeinde gefährden“.

kd

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Mehr zum Thema

Kommentare