CDU nominiert Ersten Beigeordneten als Kandidaten

Bürgermeisterwahl: Geschlossen für Böhn

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Gratulation für den Kandidaten (von links): Jürgen Harrer, Frank Lortz, Alexander Böhn, Bernhard Bessel, Christian Spahn und Gemeindevertretervorsteher Oliver Möser.

Hainburg - Die CDU Hainburg hat bei einer Mitgliederversammlung im „Löwen“ in Klein-Krotzenburg ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert. Wie erwartet, tritt Erster Beigeordneter Alexander Böhn bei der Wahl am 11. September für die Christdemokraten an. Von Katrin Stassig

Große Überraschungen hält dieser Abend nicht bereit, aber vielleicht eine kleine: Die Abstimmung fällt, trotz geheimer Wahl, einstimmig aus. Alle 50 anwesenden Mitglieder sprechen Alexander Böhn im Saal der Gaststätte „Zum Löwen“ am Mittwochabend ihre Zustimmung aus, was dieser erfreut und, so scheint es, auch ein wenig erleichtert registriert. Vorsitzender Jürgen Harrer hatte zuvor die Geschlossenheit der Partei als Erfolgsmerkmal der Hainburger CDU beschworen. Und das Abstimmungsergebnis zeigt: Die Christdemokraten stehen einig hinter ihrem Kandidaten. Kreisvorsitzender und Landtagsvizepräsident Frank Lortz betont, dass die CDU im Kreis nur noch in Hainburg über eine absolute Mehrheit verfügt und dort seit Anfang der 70er Jahre den Bürgermeister stellt. Neun von 13 Rathauschefs kamen zu Hochzeiten von der CDU, aktuell ist es nur noch einer.

Nach dem Willen der CDU soll diese Bastion erhalten bleiben. Auf Herbert Wemelka und Amtsinhaber Bernhard Bessel soll also der Erste Beigeordnete Alexander Böhn folgen. Die Personalie stand schon länger fest und wurde nun in der Mitgliederversammlung offiziell festgeklopft. Jürgen Harrer lobt die Vorzüge des Ersten Beigeordneten, die ihn aus seiner Sicht für das Amt des Bürgermeisters befähigen (Erfahrungen als Bauleiter in der freien Wirtschaft und in der Verwaltung, verwurzelt in der Gemeinde), attestiert ihm „Weitsicht, Erfahrung und Bürgernähe“. Zudem stelle er Parteipolitik nicht an vorderste Stelle.

Böhn selbst lässt seine Vita Revue passieren: aufgewachsen in Hainstadt, Abitur in Großkrotzenburg, Studium in Darmstadt. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. In der „Vereinsfamilie der Germania“ hat er lange Fußball gespielt, war als Trainer aktiv. Weitere Hobbys neben der Politik: Laufen, Snowboarden im Winter, Surfen im Sommer, Fastnacht in der fünften Jahreszeit.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

In seiner Familie, so erinnert sich Böhn, sei schon immer politisch diskutiert worden, schon zu Zeiten seiner Großväter, von denen einer CDU-Mann, der andere SPD-Bürgermeister war. Böhn selbst will in die Fußstapfen von Herbert Wemelka und Bernhard Bessel treten, dabei aber auch eigene Akzente setzen. Als Schwerpunkte nennt er unter anderem Vereinsförderung, Wirtschaftsförderung, Straßenbaumaßnahmen und weitere Investitionen in die Kinderbetreuung. Zu den Projekten, die demnächst anstehen beziehungsweise verwirklicht werden, gehören der Spielplatz im Neubaugebiet Löschem, die Renaturierung des Werniggrabens und die Schließung der Baulücke in der Neuen Ortsmitte. Mit Blick auf den geplanten Rathausneubau sagt Böhn, die Verwaltung müsse Dienstleister für die Bürger sein.

Für die Bürgermeisterwahl in Hainburg am 11. September gibt es damit bislang zwei Kandidaten. Neben Alexander Böhn hat Cliff Hollmann (Grüne) seine Kandidatur angekündigt. Hollmann will, wie berichtet, als überparteilicher Kandidat antreten. Die Amtszeit von Bernhard Bessel endet zum 1. März 2017. Der dienstälteste Bürgermeister im Kreis Offenbach ist seit 1993 im Amt.

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