Bebauungsplan für Areal an Carl-Ulrich-Straße

Grünes Licht für 20 Reihenhäuser

Hainburg - Die Gemeindevertretung in Hainburg hat in ihrer Sitzung am Montagabend einem so genannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan zugestimmt.

Hintergrund sind Pläne der Immobilienfirma Trimborn und Best aus Obertshausen, an der Carl-Ulrich-Straße zwanzig neue Reihenhäuser zu bauen. Das Konzept für die geplanten Reihenhäuser an der Carl-Ulrich-Straße hatte die Firma Trimborn und Best dem Gemeindevorstand vorgestellt. Zielgruppe sind junge Familien. „Der Bedarf an familiengerechtem preisgünstigen Wohnraum veranlasste uns zur Planung von vier Hausgruppen mit je fünf Wohneinheiten“, heißt es in der Projektbeschreibung. Das Bebauungskonzept sei probeweise veröffentlicht worden und auf starke Nachfrage gestoßen. Vorgesehen sind Häuser mit zwei Vollgeschossen plus Dachgeschoss auf Bodenplatten. Sie haben eine Wohnfläche von jeweils etwa 140 Quadratmetern und verfügen über vier Schlafzimmer. Die Stellplätze sind in Gruppen zusammengefasst und sollen von der Carl-Ulrich-Straße aus angefahren werden. Weiterhin sind zwei Garagenhöfe geplant. Die Terrassen sind nach Süden orientiert. Auch sollen Voraussetzungen für die Nutzung von Solarthermie oder Fotovoltaik geschaffen werden.

Das Grundstück, auf dem die Wohnhäuser entstehen sollen, befindet sich an der Ecke zur Hauptstraße. Die Firma Trimborn hat die 3500 Quadratmeter große Fläche von der Ringmanufaktur Johann Kaiser erworben, die diese nicht mehr benötigt. Das Grundstück wird derzeit als Parkplatz für die Mitarbeiter und Zufahrt zum Firmengelände genutzt. Im Osten grenzt das Areal an den Sitz der Ringmanufaktur. Ein Gebäudeteil, der sich noch auf dem Grundstück befindet, soll zurückgebaut werden. Im Süden schließt sich Wohnbebauung an.

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Der Verkauf der Fläche ist im Einvernehmen mit der Gemeinde Hainburg über die Bühne gegangen. Das Grundstück liegt innerhalb des Bebauungsplans Nr. 5 „Beiderseits der Friedhofstraße“. Dieser setzt für den Bereich gewerbegebiet fest. Im Nordwesten grenzt Allgemeines Wohngebiet, im Süden Reines Wohngebiet an. Deshalb könnten „in diesem Gewerbegebiet bereits jetzt keine Nutzungen ausgeübt werden“, wie sie üblicherweise dort zulässig wären, heißt es in der Vorlage des Bauamtes an die Gemeindevertretung. Mit anderen Worten: Es ist sinnvoll, dieses Areal in Wohngebiet umzuwidmen. Der Flächennutzungsplan der Gemeinde Hainburg, der dort ebenfalls gewerbliche Bauflächen darstellt, soll nach dem Beschluss der Gemeindevertreter entsprechend geändert werden. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan erhält die Nummer 5a und die Bezeichnung „Südöstlich Carl-Ulrich-Straße“. Die Aufstellung erfolgt im beschleunigten Verfahren. Das Votum der Gemeindevertreter war einstimmig. (kd)

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