Plan „Ulrich-Straße“: 20 Reihenhäuser

Keine dichtere Wohnbebauung

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An die Carl-Ulrich-Straße (rechts) und die Hauptstraße (L 3065) grenzt das Grundstück in Hainstadt, auf dem 20 neue Reihenhäuser, ebenso viele Garagen und Stellplätze entstehen sollen.

Hainburg - Der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Südöstlich der Carl-Ulrich-Straße“ wird öffentlich ausgelegt. Das haben die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montagabend im Feuerwehrhaus in Klein-Krotzenburg beschlossen. Von Katrin Stassig 

Eine aus den Reihen der Grünen geforderte Alternativvariante für die Bebauung und die Zufahrt zum angrenzenden Gewerbegebiet fand keine Mehrheit. Wie berichtet, plant die Firma Trimborn und Best aus Obertshausen den Neubau von 20 Reihenhäusern auf einem 3500 Quadratmeter großen Grundstück an der Carl-Ulrich-Straße/Ecke Hauptstraße. Das Areal grenzt im Osten an die Ringmanufaktur Johann Kaiser. Diskussionen hatte es im zuständigen Ausschuss um die künftige Erschließung des Gewerbegebietes, konkret die Zufahrt zur Firma Kaiser, gegeben. Grünen-Sprecher Thorwald Ritter hatte kritisiert, dass die Anbindung der Firma Johann Kaiser von der Carl-Ulrich-Straße aus über eine Stichstraße zwischen den Reihenhäusern erfolgen soll. Er sprach sich dafür aus, eine Garagenfront hinter die letzte Häuserreihe zu setzen und den Verkehr am Rand der Reihenhausbebauung vorbei zu führen.

Erster Beigeordneter Alexander Böhn (CDU) berichtete in der Gemeindevertretung, die Planer hätten verschiedene Varianten geprüft. Eine der Alternativen (Variante D) hatten sie im Nachgang zur Ausschusssitzung vorgelegt, aber hinzugefügt, dass sie diese – auch für die Erschließung – nicht für die Sinnvollste erachten. Sie habe den Nachteil, so Böhn, dass die Häuser von zwei Garagenreihen eingekesselt würden. Er sprach sich dafür aus, mit Variante A in die Offenlage zu gehen. Diese hatten die Planer im Ausschuss vorgestellt. Sie habe den Vorteil, dass die Häuser etwas „luftiger“ stehen.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Auch CDU-Fraktionschef Jürgen Harrer meinte, eine Verdichtung der Wohnbebauung zugunsten einer geänderten Verkehrsführung sei abzulehnen. Es wäre vielleicht schöner, statt 20 nur zwölf oder 15 Häuser zu bauen, aber letztlich spiele hier auch Geld eine Rolle. Ralf Trageser sagte im Namen der SPD-Fraktion, die von den Investoren favorisierte Bebauung werde bei den potenziellen Käufern die größte Zustimmung finden.

Letztlich fand Thorwald Ritter auch in der eigenen Fraktion nur eine Stimme Unterstützung für seine Forderung, den Bebauungsplan in Variante D auszulegen. Sein Fraktionskollege Cliff Hollmann bezeichnete alle vier dargelegten Varianten als „nicht sonderlich gelungen“. Variante A sei aber letztlich „das kleinste Übel“.

Die Gemeindevertreter beschlossen mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung aus den Reihen der Grünen, dass der Bebauungsplan in der vorgestellten Fassung öffentlich ausgelegt wird. Dann können Träger öffentlicher Belange oder Anwohner Stellungnahmen zu der Planung abgeben.

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