Bisher keine Mehrheit gebildet

Jäger vertagen Entscheidung über Zusammenschluss

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Die Räude, eine Milbenerkrankung, befällt Füchse und ist auch für streunende Hunde eine Gefahr.  

Hainburg - Der Zusammenschluss der Jagdgenossenschaften Hainstadt und Klein-Krotzenburg stand im Mittelpunkt der jeweiligen Jahresversammlung. Während sich die Klein-Krotzenburger für eine Fusion aussprachen, vertagten die Hainstädter die Entscheidung auf die nächste Sitzung. 

Die Entscheidung über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Jagdgenossenschaften aus Klein-Krotzenburger und Hainstadt ist vertagt. Bei der jeweiligen Jahresversammlung stimmten zwar die Mitglieder aus Klein-Krotzenburg für die Verschmelzung beider Gruppierungen, doch in Hainstadt wurde die Entscheidung auf die nächste Versammlung vertagt. Ein Zusammenschluss kann jedoch nur vollzogen werden, wenn sich beide Genossenschaften mit Mehrheit dafür entscheiden.  Jagdvorsteher und Bürgermeister Bernhard Bessel hatte im Vorfeld der Versammlungen bereits erklärt, dass sich fast 40 Jahren nach der Neugründung aufgrund der Gebietsreform 1977 die Frage stelle, ob ein Zusammenschluss beider Jagdgenossenschaften nicht sinnvoll und wirtschaftlicher wäre. „Nach all den Jahren ist nicht nur die Zahl der Haupt- und Nebenerwerbslandwirte deutlich zurückgegangen, sondern es fehlt grundsätzlich das Interesse der Mehrzahl der Jagdgenossen an den Jagdgenossenschaften“, begründet Bessel den Vorstoß. Auch werde es immer schwieriger, ausreichend Jagdgenossen zu finden, die in den satzungsgemäßen Gremien einer Jagdgenossenschaft mitwirken wollen.

Weitere Tagesordnungspunkte waren die Berichte des Jagdvorstehers und der Vorsitzenden der Genossenschaftsausschüsse, die Entlastung des Jagdvorstandes und des Kassenführers. Außerdem musste über die Verwendung des Jagdertrags entschieden werden. Die Prüfungen der Kassen führten nach den Berichten der Vertreter der Genossenschaftsausschüsse zu keinerlei Beanstandungen, so dass dem Jagdvorstand und dem Kassenführer jeweils einstimmig Entlastung erteilt wurde. Von den vorhandenen Jagderträgen sollen in Hainstadt und Klein-Krotzenburg Brachflächen gepflegt sowie weitere Naturschutzmaßnahmen finanziert werden. Das dann noch vorhandene Geld soll für die Feldwegeunterhaltung angespart werden, um auch weiterhin dazu beizutragen, Wege nicht nur für Landwirte, sondern auch für Spaziergänger und Radfahrer herzurichten.

Diese Stars ziehen sich für Tiere aus

Informiert wurden die Jagdgenossen auch über den Wildbestand in den Revieren. So wurden im vergangenen Jahr die Abschusspläne in beiden Revieren weitgehend erfüllt. Beim Niederwild ist ein gleichbleibend niedriger Besatz beim Hasen festzustellen, das gilt auch für Fasane und Rebhühner, die nicht bejagt wurden. Der Fuchs ist hingegen noch stark im Revier vertreten und bereitet Sorgen. „Seit einigen Jahren ist Deutschland frei von Wildtollwut. Aber über die Füchse hat sich eine neue Krankheit ausgebreitet, und zwar die Räude, eine Milbenerkrankung bei Tieren, die vereinzelt auch auf den Menschen übertragen werden kann“, erläutert Bessel. Die kleinen Milben bedeuteten eine enorm hohe Ansteckungsgefahr und werden durch Körperkontakt übertragen. „Besonders auf Waldsparziergängen kann sich der Hund sehr schnell die Milben einfangen, deren Überträger der Fuchs ist“, warnt Bessel.  Stark verbreitet seien Rabenvögel wie Rabenkrähe oder Elster, das Schwarzwild sei weniger heimisch. Bo

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