CDU-Kandidat gewinnt im ersten Anlauf mit 61,2 Prozent

Bürgermeisterwahl: Klarer Sieg für Alexander Böhn

+
Applaus für den Sieger: Der künftige Bürgermeister Alexander Böhn mit Ehefrau Petra am Wahlabend im Rathaussaal.

Hainburg -  CDU-Kandidat Alexander Böhn gewinnt die Bürgermeisterwahl in Hainburg. Mit 61,2 Prozent der Stimmen siegt er bereits im ersten Wahlgang deutlich vor Cliff Hollmann (Grüne) und Andreas Grosser (parteilos). Von Katrin Stassig 

Noch bevor die letzten Wahlbezirke ausgezählt sind, schütteln die ersten Gratulanten Alexander Böhn die Hand. Der Erste Beigeordnete liegt von Anfang an bei über 60 Prozent der Stimmen, und daran ändert sich auch bis zum vorläufigen Endergebnis nichts mehr. Es ist 18.15 Uhr, als im Sitzungssaal im ersten Stock des Hainstädter Rathauses das Ergebnis des ersten Wahlbezirks eingeblendet wird. Im katholischen Pfarrzentrum St. Wendelinus kommt Alexander Böhn auf 62,5 Prozent. Seine Konkurrenten Cliff Hollmann und Andreas Grosser liegen zu diesem Zeitpunkt gleichauf bei 18,7 Prozent. Während der Abstand zwischen den beiden schnell sehr viel deutlicher wird, büßt Böhn fast nichts von seinem Vorsprung ein.

Als der Erste Beigeordnete mit seiner Frau Petra den Saal betritt, brandet unter den CDU-Anhängern Applaus auf. Zu diesem Zeitpunkt sind neun von 13 Bezirken ausgezählt. Der Sieg ist kaum mehr in Gefahr. Auch die Auszählung der Briefwahlzettel ändert wenig an der Stimmenverteilung.

Um 18.43 Uhr steht das vorläufige Endergebnis fest. Alexander Böhn erreicht mit 61,2 Prozent die absolute Mehrheit. Cliff Hollmann, der neben den Grünen von der SPD unterstützt wurde, kommt auf 24,9 Prozent. Der parteilose Andreas Grosser liegt bei 14,0 Prozent. 6010 Wähler haben ihre Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung liegt damit bei 52,2 Prozent. Diese Zahl ist nur unwesentlich höher als vor sechs Jahren (51,9 Prozent), als Amtsinhaber Bernhard Bessel (CDU) gegen SPD-Herausforderer Rolf Wich antrat und gewann.

Themenseite zur Bürgermeisterwahl

Zahlreiche Anhänger und Parteifreunde feiern Alexander Böhn im zunehmend stickigen Rathaussaal. Zu den Gratulanten zählen Landtagsvize Frank Lortz, CDU-Politiker Bernd Abeln, Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Landrat Oliver Quilling. Böhn kommentiert den Wahlausgang sichtlich aufgeregt und erleichtert, lobt sein Wahlkampfteam und seine Familie für die tolle Unterstützung. Auch seine Konkurrenten hätten einen fairen Wahlkampf geführt, das sei in Hainburg nicht immer so gewesen. Er habe seit seiner Nominierung gehofft, dass es im ersten Wahlgang für den Sieg reichen würde. Kandidat Cliff Hollmann habe er durchaus mehr Prozente zugetraut. Das Ergebnis „bestärkt mich in meiner Arbeit und in meiner Art, die Dinge anzugehen“. Er sei sehr glücklich, sich aber auch der Verantwortung des Amtes bewusst.

Er habe sein Mindestziel einer Stichwahl nicht erreicht, räumt der zweitplatzierte Cliff Hollmann ein. Er habe einen engagierten Wahlkampf mit inhaltlichen Themen geführt. „Dass es so klar ausgeht, hätte ich nicht gedacht.“ Dem Wahlsieger wünscht er „sechs gute Jahre als Bürgermeister“.

Bilder: Klarer Wahlsieg für Böhn

„Hainburg bleibt CDU-Hochburg“, stellt der parteilose Kandidat Andreas Grosser fest. Er habe tolle Wochen im Wahlkampf erlebt, die aber leider nicht von Erfolg gekrönt worden seien. „Damit muss man leben.“

„Hainburg bleibt auf Kurs und in guten Händen“, kommentiert Bernhard Bessel den Erfolg seines Parteifreundes und Nachfolgers Alexander Böhn. Der dienstälteste Bürgermeister im Kreis scheidet am 28. Februar 2017 nach 24 Jahren aus dem Amt.

Kommentare