Diskussion über Verkehrsprobleme im Ausschuss

Lösungsansätze für die L3065

Hainburg - Es ist eine unendliche Geschichte: der Versuch, den Verkehrsfluss auf der Landesstraße 3065, der Durchgangsstraße von Hainstadt und Klein-Krotzenburg, zu verbessern. Ein neues Kapitel haben die Gemeindevertreter in der jüngsten Ausschusssitzung aufgeschlagen. Eine Machbarkeitsstudie soll Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Von Katrin Stassig 

Sowohl SPD als auch Grüne hatten das Thema Verkehr auf der L 3065 mit Anträgen wieder auf die Tagesordnung gebracht. Die SPD erinnerte an ihren Vorstoß vom Herbst 2015, bei dem es konkret um die Kreuzung an der Fasaneriestraße (Shell-Tankstelle) ging. Die Sozialdemokraten wollten wissen, ob ein Kreisel, eine Rechtsabbiegerspur oder eine separate Zufahrt zum Gewerbegebiet machbar wäre und den Verkehrsfluss verbessern würde. Die Grünen wünschen sich eine grundsätzliche Machbarkeitsstudie, die untersucht, ob die Umgestaltung der ampelgesteuerten Kreuzungen an der L 3065 in Verkehrskreisel möglich und sinnvoll ist.

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Bezüglich der Shell-Kreuzung berichtete Bürgermeister Bernhard Bessel (CDU), die Gemeinde stehe in Kontakt mit den Behörden und mit der Firma, die die Ampelschaltung betreut. Nach einer Korrektur der Schaltung habe es eine Zeitlang so ausgesehen, als ob sich die Situation gebessert habe und es keine langen Rückstaus mehr gebe. Dann sei das Problem wieder aufgetreten, von Seiten der Firma habe es aber geheißen, die Ampel sei richtig eingestellt. „Wir haben das dann noch mal beobachtet“, sagte Bessel. Bis auf wenige Zeiten – etwa samstags zwischen 11 und 12 Uhr – gebe es derzeit keine Staus. Auch eine Rechtsabbiegerspur sei bei einem Termin vor Ort noch einmal diskutiert worden. Diese sei jedoch schwer umzusetzen.

Erster Beigeordneter Alexander Böhn (CDU) teilte mit, er habe noch keine schriftliche Antwort von Hessen Mobil, habe aber mündlich das Signal erhalten, dass man den drei Varianten aus dem SPD-Antrag eher negativ gegenüber stehe. Es solle aber, so Böhn, noch einmal eine Verkehrszählung geben, auf deren Basis die Ampelschaltung überarbeitet werden könne.

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Der Erste Beigeordnete berichtete außerdem von einem Gespräch mit dem Verkehrsplaner Professor Jürgen Follmann. Dieser könne sich vorstellen, das Thema im Zuge einer Masterarbeit eines Studenten untersuchen zu lassen. Das würde die Gemeinde günstiger kommen als eine Machbarkeitsstudie eines Fachbüros. Eine Anregung, die Anklang bei den Ausschussmitgliedern fand. Die Gemeindevertreter stimmten daraufhin dem leicht abgeänderten Grünen-Antrag zu: „Der Gemeindevorstand wird beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für die Umgestaltung der ampelgesteuerten Verkehrskreuzungen der L 3065 in Hainburg in Verkehrskreisel oder andere Lösungsmöglichkeiten in Auftrag zu geben.“

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