Kandidat Grosser sauer: Einschränkung in Außendarstellung

Ordnungsamt ermahnt Frühplakatierer der CDU

Hainburg - Bürgermeisterkandidat Andreas Grosser (parteilos) ist sauer auf die Hainburger CDU, weil die die Wahlplakate mit dem Konterfei ihres Aspiranten auf den Chefsessel im Rathaus, Alexander Böhn, früher aufgehängt hat als erlaubt.

Laut Grosser waren Helfer der Union bereits am Abend des 10. August in Hainburg unterwegs und haben Wahlplakate aufgehängt. Erlaubt wäre es erst am Tag darauf gewesen - exakt vier Wochen vor dem Wahltermin. Nach Grossers Angaben sind sie gegen 22 Uhr bei ihren Aktivitäten beobachtet worden. Damit habe die CDU gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstoßen, kritisiert er. Auch sei ein Foto auf der Facebook-Seite der Hainburger Christdemokraten eingestellt worden, das verdeutliche, dass die Plakate bei Dunkelheit aufgehängt wurden. „Die CDU hat selbst einen Beweis für den rechtlichen Verstoß geliefert“, sagt er. Seiner Ansicht nach wird „mit allen Mitteln“ versucht, die beiden anderen Kandidaten in der Außendarstellung einzuschränken. „Mit dieser Handlungsweise haben die Wahlhelfer dem CDU-Kandidaten einen widerrechtlichen Standortvorteil bei der Plakatwerbung verschafft“, so Grosser weiter.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Beim Hainburger Ordnungsamt sieht man die Sache entspannter. Letztlich habe es sich nur um zwei Stunden gehandelt. Ab Mitternacht hätten Plakate aufgehängt werden dürfen. Da bislang wegen solcher Aktionen noch kein Bußgeld verhängt worden sei, habe man es auch diesmal bei einer Ermahnung belassen. sig

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