Historischer Rückblick und Ehrungen bei der 100-Jahr-Feier

Alemannia Klein-Auheim:  Start mit gebrauchten Trikots

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Beim Festabend zum 100-jährigen Jubiläum des FC Alemannia Klein-Auheim wurden auch 13 Mitglieder für ihre Treue zum Verein ausgezeichnet.  

Klein-Auheim - Die Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit, sie war durchgängiges Thema der Reden und Grußworte bei der akademischen Feier des Klein-Auheimer Fußballclubs FC Alemannia am Samstagabend im Festzelt auf dem Vereinsgelände, wo der 100. Geburtstag zunächst feierlich, dann mit einer Tanzparty begangen wurde. Von Dieter Kögel 

Dreh- und Angelpunkt der Vereinsarbeit, so machte FCA-Vorsitzender Erwin Winter bereits in seiner Begrüßung deutlich, sei die Förderung des „sozialen Lebens“. Denn „was wäre unser Leben ohne Vereine?“ Auf jeden Fall wäre es ärmer. Auch und gerade das der jungen Menschen, die beim FCA auch etwas über das Leben lernen würden. Körperliche Fitness sei ein Bereich, im Team agieren ein anderer. Aber es werde mehr erfahren. Beispielsweise mit Niederlagen umzugehen und danach wieder aufzustehen. Aber längst, so Winter, sei der Fußball nicht mehr das einzige Angebot, das der FC Alemannia mache. Walking- Gruppe, Gymnastikgruppe, Läufergruppe, und, ganz neu, eine Nordic-Walking-Gruppe würden für eine Öffnung des Vereins sorgen, neue Interessenten anziehen und auch zu Mitgliedern machen.

Dabei hat alles mit Fußball angefangen, als sich im Jahr 1916 die Alemannia Klein-Auheim gründete, wie Bernd Bauer in seinem geschichtlichen Rückblick erinnerte. Trotz erstem Weltkrieg, trotz Widerständen aus Elternschaft, der Geistlichkeit und der lokalen Politik, die den Kampf zweier Mannschaften um einen Ball mehr als misstrauisch beäugt hatten. Der FC Alemannia kam dennoch in die Gänge. Mit den gebrauchten Trikots eines damals schon nicht mehr existierenden Sportvereins. Und so haben sich die Farben der Alemannia, Blau-Weiß, wie von alleine ergeben, resümierte Bauer, der sowohl an sportlich sehr erfolgreiche Zeiten erinnerte, aber auch die weniger optimistisch stimmenden sportlichen Sequenzen in der Vereinsgeschichte nicht ausblendete.

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Oberbürgermeister Claus Kaminsky äußerte an den Jubiläumsverein die Bitte, „sich auch weiterhin intensiv um die Jugendarbeit zu kümmern“. Denn, so Klein-Auheims Ortsvorsteher Sascha Feldes, „die Vereine sind für uns ganz, ganz wichtig“. Ohne Vereine sei es noch schwieriger, „die Jugend von der Couch runterzukriegen“.

Zu den Gratulanten gehörten neben befreundeten Vereinen auch die Sportkreise Hanau und Offenbach und Dr. Hans Katzer in Vertretung von Landrat Erich Pipa. Katzer überbrachte eine besondere Ehrung und konnte dem FCA-Vorsitzenden Winter die silberne Ehrenmedaille des Landes Hessen überreichen, zusammen mit der Urkunde des Deutschen Fußballbundes wird sie im Vereinsheim einen Platz finden.

Mit Vereins- und Verbandsehrungen wurden im Rahmen der Feier 13 FCA-Mitglieder geehrt. Für die Musik sorgte der Chor „Ton in Ton.“ Zwischen Chor und Fußballclub gibt es ohnehin einige personelle Überschneidungen, Gesang und Fußball sind sich in Klein-Auheim eben sehr zugetan.

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