Amt sieht Schulen bei Lehrerversorgung gut gerüstet

Alles bereit für den Schulstart

Main-Kinzig-Kreis/Hanau - „Gut gerüstet“ können nach den Worten von Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts für den Main-Kinzig-Kreis, die Schulen im Zuständigkeitbereich des in Hanau angesiedelten Amtes in das neue Schuljahr starten. Von Laura Hombach 

52.250 Schüler werden im kommenden Schuljahr eine Schule im Kreis oder der Stadt Hanau besuchen. 3 582 ABC-Schützen drücken ab der kommenden Woche erstmals die Schulbank.  Damit gibt es bei der Zahl der Schulanfänger trotz der hinzu gekommenen Flüchtlingskinder kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr (plus 159 Schüler gegenüber dem 1. November 2015). Auch bei den 3 342 Lehrerstellen gebe es keine wesentlichen Veränderungen, erklärte Ruppel gestern bei einer Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn. Mit einer neuen Schulleitung starten in Hanau die Gebeschusschule und die Großauheimer Limesschule. Insgesamt sei alles bereit für einen geregelten Unterrichtsbeginn, so Ruppel.

Beim Schulwechsel auf eine weiterführenden Schule führt in Hanau bei 55 Prozent der Schüler der Weg auf ein Gymnasium (im Kreis 38 Prozent), 17 Prozent der Schüler in Hanau (Kreis: 31) haben sich für eine Gesamt-, und 22 Prozent für eine Realschule (Kreis: 27) entschieden. Fünf Prozent der Schüler wechseln auf eine Hauptschule. 12 800 Schüler werden das Lehrangebot der Beruflichen Schulen in Stadt und Kreis wahrnehmen.

Beim Schulwechsel auf die weiterführenden Schulen sei es gelungen, allen Elternwünschen betreffs der Schulform zu entsprechen, wenn auch nicht in allen Fällen ein Start an der Wunschschule ermöglicht werden konnte, erklärte Ruppel. In Hanau hätten sich einige Elternwünsche für die Karl-Rehbein-Schule und den Realschulbereich der Otto-Hahn-Schule nicht realisieren lassen, so die Schulamtsdirektorin. Mit den betroffenen Eltern habe sich aber in allen Fällen eine einvernehmliche Lösung an einer anderen Hanauer Schule finden lassen. „Der Platz für Gymnasialschüler in Hanau ist mehr als ausreichend“, betont Ruppel.

Klassisch und modern: Die besten Spick-Methoden

Dabei wird in allen Gymnasien im Zuständigkeitsbereich des Schulamtes sukzessive die Rückkehr zu G9 fortgeführt. In Hanau gibt es an der Karl-Rehbein- und der Hohen Landesschule ein Parallelangebot von G8 und G9. Im Bereich der Inklusion sei es in diesem Schuljahr gelungen, alle Elternwünsche zu erfüllen, so Ruppel. Das Ganztagsprogramm, das es bereits in allen weiterführenden Schulen gibt, soll in den Grundschulen ausgebaut werden. In Hanau neu in das Förderprogramm aufgenommen werden die Erich-Kästner- und die Wilhelm-Geibel-Schule.

Rund 1 300 Schüler - auf alle Schulformen verteilt - werden es im kommenden Schuljahr sein, die als so genannte Seiteneinsteiger eine sprachliche Förderung erhalten. Davon sind 60 Prozent Flüchtlinge. Die übrigen sind Schüler mit Migrationshintergrund, erläuterte der zuständige Dezernent Ludwig Borowik. Aufgrund der stetig wachsenden Zahlen von Schülern, die eine Sprachförderung benötigen, würden hier die Planungen jeden Monat fortgeschrieben. So wird es in Hanau neben den bereits bestehenden Angeboten mit besonderer Sprachförderung für 16- bis 18-Jährige mit Migrationshintergrund an der Ludwig-Geißler- und der Eugen-Kaiser-Schule ab dem neuen Schuljahr auch zwei Klassen zusätzlich an den Kaufmännischen Schulen geben.

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