Benefizaktion am Flachsrosensee

Angeln für den guten Zweck

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Bei einem Benefizangeln in Klein-Auheim zugunsten krebskranker Kinder beteiligten sich auch Petri-jünger aus befreundeten Vereinen.

Klein-Auheim - Mit einem Benefizangeln zugunsten krebskranker Kinder machten die Klein-Auheimer Petri-Jünger am Flachsrosensee auf sich aufmerksam. Von Holger Hackendahl

Sämtliche Einnahmen aus Essensverkauf sowie Startgebühren für das Tandemangeln (Angeln in Zweierteams) fließt an den Verein Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt. „In diesem Frühjahr hatten wir bereits eine Umweltaktion am Tistrasee. Nun wollten wir statt einer weiteren Reinigungsaktion mal was richtig Gutes tun“, sagte ASV-Jugendleiter Ralf Trageser, der die gute Sache initiiert hatte. „Wir haben in unseren Reihen auch einen Jugendlichen, der an Krebs erkrankt ist und heute am Flachsrosensee mit angelt.“ Der 13-jährige Jan war mit elf Jahren an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und sei auf dem Weg der Besserung – auch Dank des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt, der die Jugendlichen auf dem Weg der Genesung unterstützt, berichtete Trageser.

Als die Idee des Benefizangelns zugunsten an Krebs erkrankter Kinder bei befreundete Angelvereinen aus Klein-Krotzenburg, Seligenstadt und Kesselstadt bekannt gemacht wurde, hätten diese zugesagt. Schließlich waren 16 Tandem-Teams dabei, fast alle setzten sich aus je einem jugendlichen und erwachsenen Petrijünger zusammen, die sich in den Dienst der guten Sache stellten. „Auch sechs Teams aus unserer Jugend nahmen teil“, freut sich Trageser, dass die Jugendgruppe auf 23 Jugendliche angewachsen ist. „Einen Teil der gefangenen Fische setzen wir in den Tistrasee um, der von einem Kormoran geschädigt wurde.“

Rund zwölf Kilogramm Weißfische angelten die 30 Petrijünger schließlich aus dem Gewässer. Vor der Ehrung der besten Angler überreichte Florian Krause vom Großkrotzenburger Dachdeckermeisterbetrieb Krause & Rinker eine 500-Euro-Spende an Rudolf Starck, Geschäftsführer von Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V. Stadtrat Günter Jochem lobte die Hobbyangler für ihr soziales Engagement.

Die Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V hat 1 400 Mitglieder und ein Einzugsgebiet weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus, erläuterte Geschäftsführer Rudolf Starck. In einer bis zu fünf Jahre dauernden Behandlungsphase werden 750 Kinder vom Hilfsverein betreut – bis sie geheilt sind und wieder ein normales Leben führen können. Jährlich kommen 130 bis 150 an Krebs erkrankte Kinder hinzu, so Starck. 70 Prozent der vom Hilfsverein betreuten Kinder seien an Leukämie erkrankt, 30 Prozent an Tumoren, die nur im Kindes- und Jung-Erwachsenenalter (bis 25 Jahre) auftreten. 50 Prozent der Patienten seien unter zwölf Jahre alt.

Unter dem Motto „Heilen – Helfen – Forschen“ werden Familien betroffener Kinder betreut sowie 40 behandelnde Ärzte an der Uni Frankfurt unterstützt. In Deutschland erkranken jährlich 2 000 Kinder an Krebs. Über 100 dieser Kinder werden an der Universitäts-Kinderkrebsklinik Frankfurt behandelt. Ziel des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder ist es, jungen Krebspatienten und deren Familien in der langen und schweren Zeit der Intensivbehandlung mit breit gefächerten Hilfsangeboten und Fördermaßnahmen zur Seite zu stehen.

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