Streit um geplanten Vereins-Rauswurf des Gewässerwarts

Bei Anglern hängt der Haussegen schief

Klein-Auheim - Beim Angelsportverein Petri Heil Klein-Auheim hängt der Haussegen mächtig schief. Zwischen Gewässerwart Peter Schönhals und einer Mehrheit im Vorstand ist es nach offenbar monatelangen Auseinandersetzungen zum Bruch gekommen.

Mehrheitlich hat der Vorstand unlängst sogar beschlossen, Schönhals aus dem Verein auszuschließen, nachdem dieser sich zuvor geweigert hatte, sein Vorstandsamt niederzulegen. Seinen Vereinsrauswurf will der Gewässerwart keinesfalls akzeptieren, wie er unsere Zeitung wissen ließ. Schönhals lässt sich inzwischen sogar anwaltlich vertreten und wirft seinen Vorstandskollegen Mobbing vor. In einem Schreiben an die Vereinsmitglieder, in dem für den morgigen Freitag zu einer Mitgliederversammlung eingeladen wird, heißt es, dass dem Vorstand eine Zusammenarbeit mit Peter Schönhals nicht mehr möglich sei. Dieser habe der Geschäftsführung vorschreiben wollen, wie sie ihre Arbeit zu machen habe. Aber seinen Aufgaben, „so wie sie bei uns im Verein schon immer der Gewässerwart ausgeübt hat“, sei er nicht nachgekommen, heißt es in dem Schreiben, das vom zweiten Vorsitzenden Rolf Geißler unterzeichnet wurde. Schließlich habe Schönhals’ Aussage, „was wir doch für ein Scheißverein seien“, das Fass zum Überlaufen gebracht.

Mit zehn zu drei Stimmen habe der Vorstand für einen Vereinsausschluss von Schönhals gestimmt. Der wehrt sich nun in einem offenen Brief an die Mitglieder des ASV gegen die Vorwürfe. Für seine verbale Entgleisung in einer äußerst angespannten und emotional geführten Vorstandssitzung habe er sich längst schriftlich beim Vorstand entschuldigt, schreibt der Gewässerwart.

Das große Rauschen: Wasserfälle auf der ganzen Welt

Schönhals, der seit 2013 dem ASV Petri Heil angehört und schon bald darauf zum Gewässerwart gewählt worden ist, nimmt für sich in Anspruch, im Interesse der Mitglieder und im Interesse des Vereins „unangenehme Fragen bezüglich der Vorstandsarbeit“ gestellt zu haben. Diese kritischen Anmerkungen seien offenbar von einer Mehrheit der Vorstandsmitglieder nicht gewünscht. Diese Vorstandsmitglieder handelten nun aus persönlichen Motiven heraus, aber nicht weil sie ihm konkrete Vorwürfe machen könnten. Auch aus Reihen der ASV-Vereinsmitglieder gibt es inzwischen Stimmen, die sich mit dem Gewässerwart solidarisieren.

did

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