Koalitionsgespräche in Hanau

BfH/FDP schielen auf Kowol-Nachfolge

Hanau - Die beiden Fraktionsvorsitzenden der Bürger für Hanau (BfH) und der FDP in der Hanauer Stadtverordnetenversammlung, Oliver Rehbein und Dr. Ralf-Rainer Piesold, bewerten in einer gemeinsamen Stellungsnahme die Sondierungsgespräche mit der SPD positiv. Von Dirk Iding

Beide gehen davon aus, dass es zu Koalitionsgesprächen mit der SPD und den Grünen kommen wird. Entsprechende Signale hatte es zuvor auch schon von Seiten der SPD gegeben, die, wie berichtet, eine große Koalition mit der CDU bereits ausgeschlossen hat und stattdessen in vertiefende Gespräche mit BfH/FDP und Grünen einsteigen will. Zuvor hatten sich bereits die Bürger für Hanau und die FDP auf eine Kooperation in sachlichen und personellen Fragen verständigt. So teilen sich die Partner beispielsweise einen Sitz im ehrenamtlichen Magistrat. Lutz Wilfert (FDP) wird seinen Stadtratsposten zur Mitte der Legislaturperiode voraussichtlich für Peter Jurenda (BfH) räumen.

BfH und FDP gehen davon aus, dass bei den weiteren Koalitionsgesprächen konkrete Inhalte näher behandelt werden. Rehbein und Dr. Piesold rechnen damit, dass die Richtung, die schon in den Koalitionsverhandlungen 2006 eingeschlagen wurde, weiter Bestand hat und die zukünftige Stadtregierung den dynamischen Prozess der Stadtentwicklung fortsetzen und sowohl die Schaffung von neuem Wohnraum als auch die Ansiedlung weiterer Unternehmen in Hanau sich zum Ziel setzen werde.

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Für die FDP seien, so Dr. Piesold, die Haushaltssanierung, die Weiterentwicklung des Beteiligungsmanagements und die Digitalisierung weitere Ziele, die eine hohe Priorität hätten. Nach Auskunft von Oliver Rehbein, habe für die BfH das Thema Verkehr und innere Sicherheit eine große Bedeutung. Da eine Abwahl des derzeitigen grünen Stadtrats Andreas Kowol auch für die BfH und die FDP nicht in Betracht komme, werde die Frage, wer ab 2019 die dritte hauptamtliche Stelle besetzen wird, zurzeit offen bleiben müssen.

Jedoch weisen sowohl Rehbein als auch Dr. Piesold darauf hin, dass die BfH und die FDP mit ihren acht Mandaten das Vorschlagsrecht für die Besetzung des dritten Magistratspostens hätten. Beide Fraktionen sähen aber im Augenblick keine Veranlassung sich dazu näher zu äußern und wollten erst die Gesamtentwicklung abwarten.

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Als einen möglichen Zeitpunkt für eine Entscheidung nannten die beiden Fraktionsvorsitzenden Ende 2018 oder Anfang 2019. Viel wichtiger als eine Personaldebatte sei ohnehin erst einmal die Erörterung der Ziele und Maßnahmen, mit denen die Stadt Hanau sich im Wettbewerb mit den anderen Städten und Gemeinden des Rhein-Main-Gebietes behaupten kann.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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Kommentare

BMWloverAntwort
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Abgesehen von der Frage, wie Sie bitte bei diesem Artikel auf die White Wings GmbH gekommen sind, ist es völlig normal, dass Sportteams welches das Aushängeschild der Stadt ist von deren Tochtergesellschaften und vielen dort ansässigen Firmen gesponsert wird...

Vor kurzem hatte ich mal ein Spiel der White Wings besucht. Dort sind mir Sponsoren (z.B. mb Design, Lindemmayer) aufgefallen, welche gar keine Chance haben Aufträge der Stadt zu erhalten... (Ich bezweifele, dass demnächst Autos städtischer Unternehmen mit 21 Zoll Felgen mit einem 9 Zoll tiefen Felgenbett herumfahren)

PS: Bei der Straßenqualität würde ich nichtmal ein Sportwagen o. Ä. fahren wollen...

DERANWOHNER
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Komisch, Transparenz in Sachen Sportsponsoring durch städtische Tochtergesellschaften scheint von den Koalitionären niemanden zu interessieren. Dabei wäre da ein immenser Aufklärungsbedarf, um mal zu klären, warum Sponsoring der White Wings GmbH Basketballer Grundvoraussetzung zu sein scheint, um an städtische Aufträge zu gelangen. Alle wissen es, keiner sprichts an - schon seltsam für eine Stadt in Mitteleuropa.

Aber sicher wird dieser Kommentar gleich wieder gelöscht, weil der städtische Troll wieder tätig wird, der alles zu diesem Therma angreift und löschen lässt!