Mehr Polizeipräsenz gefordert

Diskussion um Videoüberwachung zieht Kreise

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Symbolbild

Hanau - Das Thema Videoüberwachung zieht weitere Kreise. SPD, Grüne, BfH und FDP hatten sich in ihrem neuen Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Videoüberwachung in der Brüder-Grimm-Stadt auszuweiten.

Videokameras sollen in der Innenstadt, insbesondere am Freiheits- und Marktplatz, angebracht werden, außerdem rund um Bahnanlagen. Bisher gibt es Videoaugen am Busbahnhof auf dem Freiheitsplatz sowie in den Stadtbussen der HSB. Während von der Grünen Jugend strikte Ablehnung zu den Überwachungsplänen kam, unterstützt die CDU-Opposition das Vorhaben der Regierungskoalition. Nun hat sich auch der designierte SPD-Landratskandidate und Gelnhäuser Bürgermeister Thorsten Stolz, der dieser Tag bereits eifrig die Werbetrommel für seine Wahl rührt, bei dem Thema zu Wort gemeldet.

Die Videoüberwachung, die Straftaten verhindern, bei der Aufklärung von Delikten helfen und das Sicherheitsgefühl der Bürgern steigern soll, sei zwar sinnvoll. „Grundsätzlich brauchen wir aber dringend mehr Polizeibeamte“, fordert der SPD-Mann. Die personelle Aufstockung der Polizeistationen und Polizeiposten in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis sei längst überfällig und müsse nach der jüngst vom Hessischen Innenministerium angekündigten Einstellungsoffensive bei der Polizei „schnellstmöglich angegangen werden“, erneuerte Thorsten Stolz seine dieser Tage bereits erhobene Forderung.

Vorsicht! So werden Sie täglich überwacht

Das gesunkene Sicherheitsempfinden der Bürger gehe ursächlich auf die nicht ausreichende personelle Besetzung der Polizei im Main-Kinzig-Kinzig zurück. Stolz: „Eine Videoüberwachung kann ein kleiner sinnvoller Baustein sein, um die Sicherheit an ausgewählten Plätzen und zentralen Orten zu erhöhen. Was wir aber grundsätzlich brauchen, ist eine deutliche personelle Verstärkung der Polizei im gesamten Kreisgebiet. Die Ankündigung aus Wiesbaden, im kommenden Jahr 1155 neue Polizeianwärter einzustellen, müsse positive Auswirkungen auf die personelle Ausstattung der Polizei im Main-Kinzig-Kreis haben. cs.

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