Familienvater im Jahr 2013 durch mehrere Schüsse getötet

Todesschütze nach fast drei Jahren festgenommen

Hanau/Kärnten - Festnahme nach mehr als zweieinhalb Jahren: Im September 2013 wird in Hanau ein Familienvater durch mehrere Schüsse getötet. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen - der Mann ist ein alter Bekannter. 

Nach mehr als zweieinhalb Jahren ist der Polizei eine Festnahme in einem Tötungsdelikt in Hanau gelungen. Wie die Polizei mitteilte, nahmen Spezialkräfte der österreichischen Polizei heute in Kärnten einen 52 Jahre alten Mann fest, der verdächtigt wird, am 7. September 2013 in der Hanauer Gallienstraße einen Familienvater mit mehreren Schüssen getötet zu haben. Die Tat hatte damals bundesweit für Aufsehen gesorgt, da der Schütze sein damals 53 Jahre altes Opfer am späten Abend durch die geschlossene Haustür hindurch erschoss und ein Motiv für die Tat zunächst nicht erkennbar war. Auch mehrere Fernsehsender berichteten über den außergewöhnlichen Fall aus dem Main-Kinzig-Kreis. Was folgte, waren „aufwändige Ermittlungen“, so die Polizei. Mehrfach baten die Ermittler um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Hanauer Staatsanwaltschaft lobte damals sogar eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro aus.

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Schon kurz nach der Tat geriet der heute festgenommene Mann aus dem Umfeld des Getöteten in den Fokus der Ermittler. Der Verdächtige wurde wenig später auch festgenommen und verhört, für eine Untersuchungshaft reichten die Beweise allerdings nicht aus. Daher mussten die Ermittler den Mann wieder gehen lassen. Dennoch blieben die Verdachtsmomente gegen den Mann bestehen. Entsprechend blieben die Fahnder weiter am Verdächtigen dran. Die in dem mehrjährigen Ermittlungsverfahren gewonnenen Erkenntnisse waren letztlich so schwerwiegend, dass der Verdächtige heute erneut festgenommen wurde.

Bei dem 52-Jährigen wurde unter anderem eine Schusswaffe sichergestellt, bei der es sich um die mutmaßliche Tatwaffe handelt. Da sich der Verdächtige nach Kärnten im benachbarten Österreich abgesetzt hatte, wurden über das Hessische Landeskriminalamt (LKA) und das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden die zuständigen Behörden in Österreich in die Ermittlungen eingebunden. „Wir gehen davon aus, dass sich der Beschuldigte fast drei Jahre nach der Tat in seiner jetzigen Heimat relativ sicher vor den Ermittlungsbehörden glaubte", so Jürgen Heinze, Pressesprecher der Hanauer Staatsanwaltschaft. „Mit unserer Hartnäckigkeit hatte er wohl nicht gerechnet. Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass der heutige Ermittlungserfolg nicht zuletzt der guten und reibungslosen Zusammenarbeit der österreichischen und deutschen Behörden zu verdanken ist“, meinte Heinze. Der Beschuldigte soll in den kommenden Tagen nach Deutschland überstellt und auf Antrag der Hanauer Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt werden.

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